Lawine: So dramatisch kämpften die Helfer um das Leben des Erzgebirgers (†30)

Der Hubschrauber (o.) konnte erst mit Verspätung aufsteigen zur Rettung aufsteigen.
Der Hubschrauber (o.) konnte erst mit Verspätung aufsteigen zur Rettung aufsteigen.  © FDL-Brekl

Oberwiesenthal - Nein, es war kein gutes Wintersport-Wochenende für Sachsen. Gleich zwei Freizeitsportler aus dem Freistaat kamen am Sonntag in den Alpen ums Leben.

Ein Skifahrer (30) aus Oberwiesenthal war am Geigelstein (1808 Meter) in den Chiemgauer Alpen unterwegs. An der Wirtsalm hatte er einen Münchner (57) getroffen und war mit ihm am Mittag weiter aufgestiegen zu einer Abfahrt.

Eine Abfahrt in den Tod. Hinter den Skifahrern löste sich eine Lawine und verschüttete den Erzgebirger. Da beide Hobbysportler ein elektronisches Suchgerät besaßen, konnte der Bayer den Sachsen unter dem Schnee orten, ausbuddeln und reanimieren. Derweil verzögerte sich der Anflug des Rettungshubschraubers im dichten Schneetreiben.

Polizeisprecher Jürgen Thalmeier: "Erst mit halbstündiger Verzögerung konnte der Erzgebirger ins Krankenhaus geflogen werden. Dort starb der Mann." Die Polizei prüft nun, ob die Skifahrer die Lawine ausgelöst hatten.

Auch ein Snowboarder (39) aus Leipzig verlor sein Leben bei einem Lawinen-Unglück in den Zillertaler Alpen in Österreich. Die Helfer vermuten, dass er mit dem Kopf voran gefallen war und vom nachrutschenden Schnee verschüttet wurde.

Das Drama passierte in den Chiemgauer Alpen.
Das Drama passierte in den Chiemgauer Alpen.  © Niederbuchner Sepp

WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0