Winterwunderland Sachsen: Doch bleibt der Schnee auch bis Weihnachten?

Oberwiesenthal - Das Erzgebirge, ein Winterwunderland! Die Landschaft rund um den Fichtelberg zeigt sich derzeit tief verschneit. Doch bleibt die weiße Pracht auch bis Weihnachten?

Am Montag kam auch die Sonne heraus und machte das Winterwetter perfekt.
Am Montag kam auch die Sonne heraus und machte das Winterwetter perfekt.  © Bernd März

Nicht nur der Schnee zaubert im oberen Erzgebirge eine traumhafte Winterkulisse, sonder auch das Raueis. Ein dicker weißer Eispanzer hat die Bäume, Zäune und teilweise auch Gebäude auf Sachsens höchstem Berg eingepackt.

Am Montag kam dann noch bei leichten Minusgraden die Sonne heraus und machte damit das Wintermärchen perfekt. Dazu kamen noch ideale Pistenbedingungen, die die ersten Skifahrer auf den Berg lockten.

Doch bleibt diese traumhafte Kulisse auch bis Weihnachten? Es ist ja nur noch eine Woche bis zum Fest.

Die Chancen auf weiße Weihnachten stehen in Sachsen allerdings schlecht. Laut Wetter.de beträgt die Wahrscheinlichkeit zwar 30 bis 50 Prozent, allerdings im Gebirge. Da auch die Temperaturen in den nächsten Tagen wieder steigen, bleibt der Schnee wohl nur in den höheren Lagen liegen. Schuld daran ist Tief "Pia", das warme Luft aus Südwesten nach Sachsen schickt.

In den nächsten Tagen wird es langsam wärmer. Ab Donnerstag lebt "Pia" dann ihre Launen noch kräftiger aus. Sie schickt nicht nur Wind, sondern Regen bei sechs bis sieben Grad. "Die Chance, dass es zu Weihnachten schneit, sehe ich sehr pessimistisch", so Thomas Hein (51) vom Deutschen Wetterdienst in Leipzig.

Es kommt noch schlimmer: Der wärmste Tag soll Heiligabend werden - zwölf bis 13 Grad! Mit dabei: immer wieder Regen. Selbst in höheren Lagen wird nur noch Regen erwartet. Kälter wird es erst nach Heiligabend. Am ersten Weihnachtstag wird die Kaltfront in Sachsen ankommen, ab dem zweiten Feiertag kann es dann winterlich frostig werden.

Zuletzt hatte es 2010 weiße Weihnachten in Sachsen gegeben. In allen Gebieten des Freistaats lagen mindestens zehn Zentimeter Schnee, in den Höhenlagen des Erzgebirges sogar etwa 1 Meter. "Weiße Weihnachten sind im Prinzip ein relativ seltenes Ereignis", hatte Metereologe Jens Oehmichen vom DWD Anfang Dezember erklärt.

Statistische gesehen ist die Wahrscheinlichkeit für weiße Weihnachten allerdings sehr gering: In den vergangene 50 Jahren gab es nur neunmal Schnee zu Weihnachten im sächsischen Tiefland, im Gebirge war das 17 mal der Fall.

Die Skifahrer nutzten das herrliche Winterwetter.
Die Skifahrer nutzten das herrliche Winterwetter.  © Bernd März
Wie im Märchen: Ein dicker Raueis-Panzer liegt um die Bäume auf dem Fichtelberg.
Wie im Märchen: Ein dicker Raueis-Panzer liegt um die Bäume auf dem Fichtelberg.  © Bernd März

Titelfoto: Bernd März

Mehr zum Thema Erzgebirge:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0