Hier kämpft eine ganze Region um eine Wetterstation

Gerd Franze (56) vor einem Instrument zur Wettermessung auf dem Fichtelberg
Gerd Franze (56) vor einem Instrument zur Wettermessung auf dem Fichtelberg  © Uwe Meinhold

Oberwiesenthal - Keine vollautomatisierte Fichtelbergs-Wetterstation: Die Erzgebirgs-Grünen wollen die Einstellung der von Menschen betriebenen Wettermessung auf Sachsens höchstem Gipfel verhindern. Dazu starteten sie am Sonntag eine Online-Petition.

„Am ersten Tag hatten wir bereits 100 Unterschriften“, sagt Grünen-Kreis-Chefin Ulrike Kahl (57). Die Umweltpartei befürchtet durch die Automatisierung witterungsbedingte Geräteausfälle. Frau Kahl: „Ich bin von der Technik nicht überzeugt und kann die Entscheidung des Betreibers Deutscher Wetterdienst nicht nachvollziehen.“

Die dem Bundesverkehrsministerium unterstellte Behörde beschloss, die Einrichtung ab 2019 zu automatisieren. Ab 2021 soll die bis vor zwei Jahren auch an Klimawandel-Forschungen beteiligte Wetterwarte komplett selbstständig laufen. Derzeit arbeiten sechs "Wetterfrösche" in der 100 Jahre alten Station.

Die Grünen hoffen auf viele Unterstützer: „Unsere Petition läuft ungefähr ein Vierteljahr, danach schicken wir die Listen ans Ministerium“, so Kreis-Chefin Kahl.


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