Ekelgefahr! Test von Obstsalaten liefert erschreckendes Ergebnis

Hamburg - Dem Körper mal schnell etwas Gutes tun. Das denkt so manch ein Kunde, wenn er im Geschäft ins Kühlregal langt und einen Fertig-Obstsalat herausholt. Doch die eigentlich so gesunden Snacks sind alles andere als schmackhaft!

Fertig abgepackte Obstsalate stehen in einem Geschäft auf einem Tresen.
Fertig abgepackte Obstsalate stehen in einem Geschäft auf einem Tresen.  © 123RF/okrasyuk

Dies zeigt eine Stichproben-Untersuchung des NDR-Verbrauchermagazins "Markt".

In den Plastikbechern to go finden sich Äpfel, Erdbeeren, Melone, Granatapfel, Ananas und vieles mehr. Häppchengerecht geschnitten, kann das Obst direkt in den Mund geschmissen werden.

Doch wie der Test ergab, kann der Snack sehr schnell schlecht werden. Grund dafür sind die großen feuchten Schnittstellen, vor allem, wenn das Produkt zu warm oder zu lange gelagert wurde.

In der Stichprobe des NDR-Verbrauchermagazins "Markt" wurden sieben fertige Obstsalate aus Supermärkten, Discountern und Backshops untersucht.

Das Ergebnis war einfach nur eklig! In fünf Produkten lag die Zahl der Enterobakterien (Darmkeime), Hefen oder Schimmelpilze über den Warnwerten bzw. Richtwerten der Deutschen Gesellschaft für Mikrobiologie.

Die Salate waren zum Zeitpunkt des Einkaufs schon dabei zu verderben und nicht mehr verzehrfähig.

Obstsalate sind ein Paradies für Keime und Bakterien

Auf den Erdbeeren hat sich bereits Schimmel gebildet.
Auf den Erdbeeren hat sich bereits Schimmel gebildet.  © 123rf/Leung Cho Pan

Bei einem Discounter-Produkt lagen sowohl die Gesamtkeimzahl als auch die Hefen und Darmbakterien über dem Warnwert: Durchfallgefahr! Im Obstsalat aus einem Supermarkt wurden im Labor Schimmelpilze gefunden. Diese können krebserregende Gifte produzieren.

Zudem wurde die Temperatur, die beim Kauf nicht höher als sieben Grad betragen darf, in sechs von sieben Fällen deutlich überschritten. Das ist vor allem für Schwangere, ältere und vorerkrankte Menschen mit schwachem Immunsystem gefährlich.

Oftmals fehlte auf den Bechern auch das Herstellungs- und Verzehrdatum.

Die Geschäfte reagierte bei einer Konfrontation unterschiedlich auf die Recherchen von "Markt. Zwei Anbieter zogen ihren Obstsalat vom Verkauf zurück, ein Backshop wolle künftig ganz auf den Verkauf verzichten. Ein weiteres Unternehmen führte Kontrollen durch und stellte fest, dass ein Teil der Kühlbelüftung defekt war.

Nicht alles, was gesund aussieht, ist auch gesund, wie dieser Test von fertigen, abgepackten Obstsalaten gezeigt hat.

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