Wegen Coronavirus: Manchester-Star darf nicht mit ins Trainingslager!

Manchester - Das Coronavirus schlägt weiter hohe Wellen! Auch vor dem Fußball schreckt er nicht zurück. Wegen möglicher Probleme bei der Wiedereinreise reiste Manchester Uniteds Neuzugang Odion Ighalo (30) nicht mit ins Trainingslager nach Spanien.

Der nigerianische Nationalstürmer Odion Ighalo (r.) wurde von Manchester United von Shanghai Shenhua ausgeliehen.
Der nigerianische Nationalstürmer Odion Ighalo (r.) wurde von Manchester United von Shanghai Shenhua ausgeliehen.  © dpa/Oliver Weiken

Der bullige Angreifer wurde nämlich erst am 31. Januar vom chinesischen Erstligisten Shanghai Greenland Shenhua ausgeliehen. Die Inkubationszeit des Virus beträgt allerdings 14 Tage.

Coach Ole Gunnar Solskjaer erklärte auf der Website der "Red Devils" das Vorgehen: "Wir sind nicht sicher, ob er wieder nach England einreisen dürfte, wenn er das Land verlässt. Deshalb bleibt er hier und arbeitet mit einem persönlichen Trainer an einem individuellen Programm."

Das habe außerdem den Vorteil, dass er "und seine Familie erstmal in England ankommen" kann. "Das ist ein Plus. Natürlich wäre er gerne mitgekommen und hätte die anderen Spieler kennengelernt, aber wir wollten dieses Risiko nicht eingehen."

Das ist nachvollziehbar. Denn Manchester war im Winter nach dem mehrwöchigen Ausfall von Top-Scorer Marcus Rashford (19 Tore und fünf Vorlagen in 31 Einsätzen) lange Zeit auf der Suche nach einer Verstärkung für den Sturm gewesen, wurde aber erst auf den allerletzten Drücker fündig.

Ob Ighalo das Niveau im Angriffszentrum allerdings gleich anheben kann, bleibt abzuwarten. Denn der 35-fache nigerianische Nationalstürmer (16 Tore) spielte die letzen drei Jahre in China, also in einer Liga, deren Niveau sich weit unter dem der Premier League befindet.

Odion Ighalo spielte bereits für den FC Watford in der Premier League

Wegen möglicher Beschränkungen bei der Wiedereinreise blieb Odion Ighalo in England.
Wegen möglicher Beschränkungen bei der Wiedereinreise blieb Odion Ighalo in England.  © dpa/Oliver Weiken

Igahlo kickte erst bei Changchun Yatai (55 Spiele, 36 Tore, acht Vorlagen), dann bei Shanghai (19 Spiele, zehn Tore). Dorthin war er am 31. Januar 2017 für umgerechnet 23,3 Millionen Euro gewechselt - und zwar aus England.

Er bringt daher schon Insel-Erfahrung mit. Denn für den FC Watford spielte er in der Premier League und Championship, kam auf insgesamt 100 Einsätze für die "Hornissen" und erzielte dabei satte 40 Tore, steuerte auch noch 11 Assists bei.

Dort wird er für immer mit dem Aufstieg in Englands Eliteklasse verbunden sein. Als Meister marschierte Watford 2014/15 durch, wozu Igahlo seinen Teil beitrug: 20 Tore und vier Vorlagen gab er in 35 Liga-Spielen.

Und er hatte in der Folgesaison überhaupt keine Anpassungsprobleme an das höhere Niveau in Liga eins. Mit 16 Treffern und fünf Assists in 37 Liga-Spielen sorgte er mit dafür, dass Watford den Klassenerhalt problemlos schaffte.

Darüber hinaus spielte der Angreifer unter anderem auch noch in Spanien für den FC Granada (103 Partien, 21 Tore, sechs Vorlagen), in Italien für Udinese Calcio (fünf Spiele, ein Tor) und in Norwgeen für Lyn Oslo (20 Einsätze, neun Tore, eine Vorlage).

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