Düstere Bilanz für das Solar-Kataster

Chemnitz - Mit einem Solar-Kataster wollte die Stadt 2015 den Weg für mehr Öko-Strom ebnen. Immerhin gibt es im Stadtgebiet rund 1,7 Millionen solargeeignete Dachflächen.

Solaranlagen müssen nicht unbedingt ebenerdig stehen wie an der Neefestraße. Jörg Vieweg will mehr davon auf öffentliche Gebäude bringen.
Solaranlagen müssen nicht unbedingt ebenerdig stehen wie an der Neefestraße. Jörg Vieweg will mehr davon auf öffentliche Gebäude bringen.  © PR/Klaus Jedlicka

Hausbesitzer und potenzielle Investoren sollten sich im Kataster informieren, welche Dächer geeignet sind.

Allerdings hält sich das Interesse in Grenzen.

"Seit 2015 gab es keine Anfragen zur Verpachtung von Dachflächen", teilte Bürgermeister Miko Runkel (57, parteilos) auf Anfrage von Stadtrat Jörg Vieweg (47, SPD) mit.

Auch der Bestand an städtischen Anlagen ist überschaubar: "Die Stadt Chemnitz betreibt sechs Fotovoltaik- sowie 23 thermische Solaranlagen."

Zu wenig, findet Vieweg: "Wenn die Stadt mehr solare Nutzung will, muss sie auch selbst etwas dafür tun. Dass wir ein neues Rathaus ohne Solarzellen bauen lassen, ist ein Armutszeugnis."

Um das zu ändern, sollen künftig öffentliche Gebäude bei Neubau oder Sanierung mit Solartechnik ausgestattet werden. Einen entsprechenden Beschlussantrag will die SPD bis Jahresende in den Stadtrat einbringen.

Titelfoto: PR/Klaus Jedlicka


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