Forscher prüfen Mineralwasser auf Herz und Nieren und finden Bedenkliches heraus

Deutschland - Es ist heiß, verdammt heiß sogar in diesem Sommer in Deutschland. Abkühlung muss her! Überall bekommt man geraten, viel Wasser zu trinken, um die warmen Tage zu überstehen. Das Verbraucher-Magazin Öko-Test hat daher Mineralwasser unter die Lupe genommen und kommt zu bedenklichen Ergebnissen.

Bei der enormen Hitze, sollte man viel trinken, aber auch auf den richtigen Mineralwasser-Hersteller achten.
Bei der enormen Hitze, sollte man viel trinken, aber auch auf den richtigen Mineralwasser-Hersteller achten.  © DPA / Symbolbild

53 Mineralwässer der Sorte Classic wurden getestet.

Öko-Test hat eine gute und eine schlechte Nachricht für alle Verbraucher parat.

Die gute: Jedes zweite Mineralwasser wird als "gut" oder "sehr gut" eingestuft, muss also nicht beanstandet werden.

Einige Mineralwässer sind jedoch mit Arsen, Uran, Bor, Süßstoffen oder auch Pestizid-Resten belastet.

Letztere gelangen laut dem Test als Abbauprodukte von Spritzgiften ins Wasser und trüben die Reinheit der Getränke. Oftmals handle es sich um Überreste von Unkrautvernichtungsmitteln.

Bor-Anteile wurde in Marken wie Apollninaris Classic und Hassia Sprudel entdeckt.

In Apollinaris Classic und Nürburg Quelle Classic wurden darüber hinaus Arsenbestandteile gefunden.

Zudem wurden in vier Wässern Uran-Bestandteile nachgewiesen, die eventuell Nieren und Lunge schädigen könnten.

Leitungswasser wird von Oeko Test als Alternative empfohlen

Manche Mineralwässer kommen im Test gut weg. Andere eher weniger.
Manche Mineralwässer kommen im Test gut weg. Andere eher weniger.  © DPA / Symbolbild

Kritisch wurden auch die Einweg-Plastikflaschen einiger Mineralwasser eingestuft. Hier werden 13 der 53 Mineralwässer kritisch betrachtet. Nichts zu beanstanden gibt es bei Mehrwegflaschen aus Glas oder Kunststoff.

Generell rät Öko-Test neben dem Griff zu Mehrwegflaschen den Verbrauchern beim Mineralwasser-Kauf auf Folgendes zu achten.

"Bevorzugen Sie Marken aus ihrer Region", heißt es im Test, da der Transport zwischen Abfüllung und Verkauf weniger CO2 und Energie verbraucht als bei überregionalen Mineralwasser-Herstellern.

Außerdem wird zum Konsum von Leitungswasser geraten, da dieses in Deutschland strengen Qualitätsstandards unterliegt, jederzeit verfügbar sei und auch der Konsum billiger und ökologischer als der von Mineralwasser sei.

Einen praktischen Tipp gibt es obendrauf. Mithilfe eines Wassersprudlers könne man Leitungswasser in Mineralwasser selbst umwandeln, wird geraten.

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