(Fast) keine Bau-Firma will das Bergbaumuseum sanieren

Oelsnitz - Während der Landesausstellung 2020 bleibt das Oelsnitzer Bergbaumuseum eine Baustelle. Wie das Landratsamt Erzgebirgskreis mitteilte, wurde für Umbau und Sanierung keine Firma gefunden.

Eigentlich sollte schon im Februar saniert werden. Was fehlt, ist eine ausführende Baufirma.
Eigentlich sollte schon im Februar saniert werden. Was fehlt, ist eine ausführende Baufirma.  © Uwe Meinhold

Deswegen liegt das Projekt derzeit auf Eis. Immerhin gibt es einen Plan B.

Im ersten Abschnitt sollten Eingangsbereich, Foyer, Treppenhaus und die für die Ausstellung erforderlichen Räume saniert werden. "Die Ausschreibungsunterlagen für den 'Erweiterten Rohbau' wurden 2018 veröffentlicht, verbunden mit dem Ziel, ab Mitte Februar 2019 mit den Arbeiten beginnen zu können", heißt es vom Landratsamt.

Allerdings ging kein Angebot ein. Mehrmals wurden Fristen verlängert. Anfang April gab es endlich einen Bieter. Problem: Das Angebot lag fast 60 Prozent über den geplanten Kosten. Das habe man "nicht verantworten" können. Nun zog das Landratsamt die Reißleine. Plan B sieht vor, die vorhandenen Gebäude Kasse, Café, Brücke, Rundbau mit Steinkohlenwald und Geologie, Dampfmaschine und Halle 19 einzubinden. Letztere gehört der Stadt und wird angemietet.

Während der Landesausstellung 2020 ist das Museum von April bis November Schauplatz zum Thema „Kohle-Boom“. Mit Fördermitteln von Bund, Land, Stadt und Kreis soll das 17,3 Millionen Euro teure Projekt gestemmt werden.

Titelfoto: Uwe Meinhold

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