Für fast eine Million Euro: Talsperre Pirk wird (r)ausgeputzt

Oelsnitz - Diese Tiefenreinigung ist längst überfällig. In Kürze beginnen an der Talsperre Pirk umfangreiche Sanierungsarbeiten.

Die Talsperre Pirk ist ein beliebter Erholungsort. Hauptsächlich aber dient sie dem Rückstau von Wasser und der Stromerzeugung.
Die Talsperre Pirk ist ein beliebter Erholungsort. Hauptsächlich aber dient sie dem Rückstau von Wasser und der Stromerzeugung.  © Uwe Meinhold

Die gigantische Anlage ist zum Teil mit Schlamm und Geröll zugesetzt, an den Ufern und an der Staumauer muss manches gesichert werden.

Nach Angaben des Umweltministeriums wird bis voraussichtlich Mai der obere Bahnschutzdamm im linken Uferbereich der Hauptsperre saniert. Vorläufig geschätzte Baukosten: circa 820.000 Euro.

Die Talsperre liegt im Vogtland nahe Oelsnitz, unmittelbarer Nachbar ist die A 72. Zur Anlage gehören eine Vorsperre und zwei Vorbecken. Der Komplex wurde zwischen 1935 und 1939 gebaut.

Schwerpunkt der Arbeiten jetzt ist die Befreiung von Sedimenten aus der Vorsperre Dobeneck, die sich bei den Hochwassern 2013 und 2018 angesammelt hatten. Dadurch verkleinerte sich dem Ministerium zufolge der Stauraum.

Darüber hinaus werden Bauwerksschäden behoben, die das Hochwasser 2013 verursachte.

Das Wasser der Talsperre wird in niederschlagsarmen Zeiten zur Füllung der Weißen Elster genutzt. Außerdem trägt die Anlage zum Hochwasserschutz bei. Mit dem Talsperrenwasser wird darüber hinaus Strom erzeugt.

Titelfoto: Uwe Meinhold