Selbstmord vorgetäuscht! Prozess gegen Lebensgefährten

In der Beziehung soll es schon früher immer wieder Konflikte gegeben haben.
In der Beziehung soll es schon früher immer wieder Konflikte gegeben haben.

Detmold - Wegen Totschlags muss sich ein 36 Jahre alter Mann von Mittwoch an vor dem Landgericht Detmold verantworten.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten vor, seine Lebensgefährtin im November 2016 während eines Streits in seiner Wohnung in Oerlinghausen im Kreis Lippe so massiv geschlagen zu haben, dass sie innerlich verblutete und starb.

Als die 46-Jährige kein Lebenszeichen mehr von sich gab, habe er keine Hilfe geholt, sondern den Körper in die Badewanne gelegt, um einen Suizid vorzutäuschen (TAG24 berichtete).

Nach Erkenntnissen der Staatsanwaltschaft gab es in der Beziehung schon früher immer wieder Konflikte, auf die der 36-Jährige mit Gewalt reagierte. Die 46-Jährige soll mehrfach Strafanzeigen wegen häuslicher Gewalt gestellt, diese aber jedes Mal wieder zurückgezogen haben.

Das Landgericht Detmold hat drei Verhandlungstage angesetzt.

UPDATE, 15.30 Uhr: Der 36-Jährige äußerte sich zum Prozessstart am Landgericht nicht zum Vorwurf der Anklage.

Zu der Beziehung sagte der Angeklagte aus, sie sei geprägt gewesen von gegenseitiger Eifersucht und Streitereien, meist nach erheblichem Alkoholkonsum beider Partner.

Die 46-Jährige wurde so massiv geschlagen, dass sie innerlich verblutete.
Die 46-Jährige wurde so massiv geschlagen, dass sie innerlich verblutete.

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