Österreich-Diss: Böhmermann kannte Strache-Skandalvideo!

Köln/Wien - Im seinem Streit mit Österreich und insbesondere der österreichischen Regierung müssen einige Aussagen von Satiriker Jan Böhmermann nun in einem neuen Licht gesehen werden.

Jetzt hat Jan Böhmermann gut lachen.
Jetzt hat Jan Böhmermann gut lachen.  © DPA

So hatte Böhmermann im April bei der Verleihung des österreichischen TV-Preises Romy in einer Video-Botschaft gesagt, den Preis könne er nicht persönlich abholen, weil er "gerade ziemlich zugekokst und Red-Bull-betankt mit ein paar FPÖ-Geschäftsfreunden in einer russischen Oligarchen-Villa auf Ibiza rumhänge."

Er verhandele gerade, wie er die "Kronen Zeitung" übernehmen könne, dürfe darüber aber nicht reden.

Die Anspielungen auf den Fall des FPÖ-Politikers Heinz-Christian Strache, der am Samstag seinen Rücktritt als österreichischer Vize-Kanzler und FPÖ-Chef ankündigte (TAG24 berichtete), konnte man da allerdings noch nicht nachvollziehen.

Das Video, das Strache nun zum Verhängnis wurde, war da der Öffentlichkeit noch nicht bekannt gewesen. Es wurde erst am Freitag veröffentlicht.

In dem Video wird gezeigt, wie der FPÖ-Politiker sichtlich angeheitert bei einem Treffen im Vorfeld der Nationalratswahl 2017 einer angeblichen Nichte eines Oligarchen lukrative öffentliche Aufträge in Aussicht gestellt, wenn sie den FPÖ-Wahlkampf unterstütze.

Video sei Jan Böhmermann nicht angeboten worden

Dementsprechend muss Böhmermann das Video also schon vor Wochen gekannt haben. Das bestätigte nun auch sein Manager Peter Burtz am Samstag der Deutschen Presse-Agentur (dpa).

Er dementierte aber, dass die Aufnahmen Böhmermann angeboten worden seien. Woher Böhmermann die Aufnahmen kannte, wisse er nicht, sagte Burtz.

Böhmermanns Auftritt hatte ihm scharfe Kritik in österreichischen Medien eingebracht. Er würdige die österreichische Regierung herab, hieß es damals.

FPÖ-Politiker Heinz-Christian Strache hat mittlerweile seinen Rücktritt von allen politischen Ämtern angekündigt.
FPÖ-Politiker Heinz-Christian Strache hat mittlerweile seinen Rücktritt von allen politischen Ämtern angekündigt.  © DPA

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