Können Waschanlagen tatsächlich zur tödlichen Gefahr werden?

Mit einer sogenannten Waschlanze (Hochdruckreiniger) sollen die Legionellen verteilt worden sein. (Symbolbild)
Mit einer sogenannten Waschlanze (Hochdruckreiniger) sollen die Legionellen verteilt worden sein. (Symbolbild)  © 123RF

Hartberg (Österreich) - Sind Waschanlagen eine tödliche Gefahr? Mehrere Vorfälle sorgen in Österreich gerade für Unruhe.

Wie die "Kleine Zeitung" berichtet, haben sich zwei Österreicher beim Putzen ihrer Autos mit einer sogenannten Waschlanze (Hochdruckreiniger) mit der Legionärskrankheit angesteckt, die unbehandelt lebensgefährlich verlaufen kann.

Die Legionellen-Bakterien sollen sich durch den Sprühnebel verbreitet haben. Die Übertragung auf den Menschen erfolgt dann durch die Atmung, welche dann eine schwere Form der Lungenentzündung auslöst. Die zwei Männer, die an verschiedenen Waschanlagen in der Steiermark geputzt haben, wurden in ein Krankenhaus gebracht, konnten aber mittlerweile wieder entlassen werden.

Ein bereits vorerkrankter Mann soll wegen der eingeatmeten Bakterien sogar gestorben sein. Dies wurde bislang aber noch nicht bestätigt.

Die beiden betroffenen Waschanlagen wurden mittlerweile geschlossen. Möglicher Grund für die Verbreitung: Legionellen-Bakterien vermehren sich vor allem, wenn die Wassertemperatur zwischen 40 und 50 Grad liegt. Gerade bei älteren Waschanlagen ist das der Fall.

In der Steiermark wurde wegen der Vorkommnisse sogar "eine Art Krisenstab" eingerichtet. Die Betreiber in der Region müssen nun in den nächsten Wochen nachweisen, wie sie ihre Anlagen und Geräte betreiben und desinfizieren.

Titelfoto: 123RF


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