Brutale Rituale an Gymnasium! Schüler anal mit Ski-Wachs missbraucht

Ein ehemaliger Schüler sprach anonym über den Missbrauch. (Symbolbild).
Ein ehemaliger Schüler sprach anonym über den Missbrauch. (Symbolbild).  © 123RF

Stams - An diesem Gymnasium bildet Österreich bis heute seine Ski-Spitzensportler aus. Doch brutale Rituale und Übergriffe überschatten den Alltag am Sportgymnasium Stams (Tirol).

Im Standart kam ein ehemaliger Schüler nun zu Wort.

In Stams gehört es schon fast zur Tradition, dass Neulinge "gepastert" werden. Laut dem heutigen Direktor, Arno Staudacher, ein Ritual, bei dem "Schuhpasta auf die Hinterbacken geschmiert wird". Doch das sei mehr als verharmlost, meint ein Opfer.

"Das ist kein netter Initiationsritus, sondern da wurde ganzen Generationen mit Gewalt von mehreren meist älteren und stärkeren Sportlern die Hose heruntergerissen. Und je nachdem, wie aufmüpfig einer vorher war, bekam er Zahnpasta oder einen mehr oder weniger klebrigen Klister anal verabreicht. Das heißt, da wurde eine Tube eingeführt. Das Ärgste, was man erwischen konnte, war ein Nassschnee-Klister, ein Steigwachs für Langlaufski", berichtet er im Interview mit der Lokalzeitschrift.

Bei diesen grausamen Details kommen einem Bilder vor Augen, wie Schüler von Älteren auf eine dreckige Toilette geschleift werden und der Missbrauch im Geheimen passiert.

Doch laut dem Ex-Gymnasiasten ist das Gegenteil der Fall!

An jungen Schülern wurde ein grausames Exempel statuiert

Im beschaulichen Stams spielten sich grauenhafte Dinge ab.
Im beschaulichen Stams spielten sich grauenhafte Dinge ab.  © 123RF

Er enthüllt: "Das ist selten im Geheimen passiert. Damit wurde meistens auch ein Exempel statuiert. Das sollten möglichst viele andere mitkriegen".

Nach dem Missbrauch sollen die Opfer stundenlang unter der Dusche gestanden, vor "Scham, Verzweiflung und Wut" geheult haben.

Wer sich nicht als Platzhirsch behaupten konnte und den anderen imponierte, war fällig. So wurden zwar nicht alle Schüler "gepastert", doch "sehr viele", weiß der ehemalige Aktivist im Österreichischen Skiverband, der anonym bleiben will.

Er selbst sagt von sich, dass er weder Opfer, noch Täter war, weil er alles riskierte, um von den Älteren respektiert zu werden. Viele von denen waren selbst mal "Paster"-Opfer.

"Das pflanzt sich über Generationen fort. Wenn einem das selbst widerfahren ist, war es vielleicht sogar eine Art der Verarbeitung, später selbst zu pastern", erzählt er.

"Das hat viele traumatisiert, einige schwer. In Stams werden nur die Besten aufgenommen. Manche sind selbst vom Ehrgeiz zerfressen, bei anderen stehen ehrgeizige Eltern dahinter".

Ein Grund warum die Opfer nie darüber sprachen, was ihnen in Stams widerfahren ist.


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