Lawinen, versperrte Wege und keine Besserung in Sicht: Tausende Menschen im Schnee-Chaos gefangen

Österreich - Auch am Montag ist die Wetterlage in Österreich weiterhin äußerst prekär. Noch immer sind tausende Menschen von der Außenwelt abgeschnitten.

Die Bergrettung war am Wochenende im Dauereinsatz.
Die Bergrettung war am Wochenende im Dauereinsatz.  © Unbekannt/BERGRETTUNG/dpa

Und keine Besserung ist vorerst in Sicht! Die Meteorologen erwarten zwar, dass es nördlich der Donau meist regnerisch-nass bleibt, während es in Richtung Alpen aber auch in den kommenden Tagen immer wieder Schnee geben wird.

Denn das nächste Tief steht schon in den Startlöchern! Am Mittwoch werden vor allem in Tirol heftige Schneefälle erwartet, die die Situation natürlich keinesfalls leichter machen.

Keine guten Nachrichten für die Urlauber und Anwohner, die weiterhin in den verschneiten Wintergebieten abgeschottet sind. Allein in der Steiermark sind inzwischen gut 2000 Menschen von den Schneemassen eingekesselt.

Laut "wetter.at" wurden am Sonntag erste Bundesheerhubschrauber in die verschneiten Gegenden geschickt, um die Menschen mit Proviant zu versorgen. Nach Obertauern bei Salzburg kommt man ohne polizeilichen Geleitschutz gar nicht mehr hin.

Glück im Unglück hatten rund 300 Reisende, deren Nachtzug nach Zürich in der Nähe von Kitzbühel auf einen umgestürzten Baum kollidierte. Nach vier Stunden auf offener Strecke wurden die Waggons in einen Bahnhof geschleppt, wo die unverletzten Passagiere mit warmen Getränken versorgt wurden.

Die Wetterlage soll sich in den kommenden Tagen in Österreich nicht bessern.
Die Wetterlage soll sich in den kommenden Tagen in Österreich nicht bessern.  © Karl-Josef Hildenbrand/dpa

In Tirol warnten die Behörden wegen der Gefahr von Baumstürzen vor Wanderungen. In den Bundesländern Niederösterreich und Oberösterreich waren zwischenzeitlich rund 14.000 Haushalte ohne Strom, weil Bäume und Äste Leitungen beschädigten.

Für die meisten Gebiete gilt weiterhin die größte Lawinengefahrenstufe fünf.

Zwei deutsche Skifahrer sind am Sonntag in den österreichischen Bergen bei Lawinenabgängen bereits ums Leben gekommen. Bei einem weiteren tödlichen Unfall in Vorarlberg kam eine Schweizer Snowboarderin am Sonntag in einer Kurve von der Piste ab und stürzte 20 Meter tief in einen Steilhang. Dabei blieb die 24-Jährige mit Kopf und Oberkörper im Tiefschnee stecken.

Die Tiroler Tageszeitung appellierte am Montag in ihrer Ausgabe an die immer noch zahlreichen Urlauber, die sich trotz der Gefahr auf die Pisten wagen:

"Wer sich allen Warnungen der Experten zum Trotz dennoch in den Tiefschnee wagt, der geht nicht nur ein persönliches Risiko ein. Nein, er kann im Extremfall – wenn er zum Beispiel eine Lawine auslöst – auch andere gefährden: unbeteiligte Pistenfahrer oder Bergretter und Alpinpolizisten, die Unbelehrbare dann oft unter Einsatz des eigenen Lebens aus Gefahrensituationen befreien müssen."

Auf den Straßen ging teilweise gar nichts mehr.
Auf den Straßen ging teilweise gar nichts mehr.  © Bernd März/dpa

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