Ein Toter und 18 Verletzte bei Explosion von Gasstation

Eine Gasstation war explodiert.
Eine Gasstation war explodiert.  © DPA

Baumgarten an der March - Bei der Explosion einer Gasstation in Österreich sind nach Angaben des Betreibers Gasconnect vier Menschen verletzt worden.

"Ein Mitarbeiter wird vermisst. Wir gehen vom Schlimmsten aus", sagte der Sprecher der Deutschen Presse-Agentur. Auf dem Gelände arbeiteten rund 50 Menschen.

In mehreren Meldungen war von bis zu 60 Verletzten die Rede, die Polizei bestätigte diese Zahl nicht. Es könnten mehrere Dutzend sein, die Lage sei aber noch sehr unübersichtlich, sagte ein Sprecher. Auf Bildern waren hohe Flammen zu sehen.

Das Gebiet sei weiträumig abgesperrt. Zahlreiche Rettungskräfte seien im Einsatz, teilte die Polizei. Bei dem Unglücksort in Baumgarten an der March handelt es sich nach Angaben des Betreibers um eine Erdgas-Übernahmestation.

Das Gebiet sei weiträumig abgesperrt.
Das Gebiet sei weiträumig abgesperrt.  © DPA

Update 13.55 Uhr:

Die Explosion in der österreichischen Gasverteilstation Baumgarten bringt den russischen Gasexport nach Süd- und Südosteuropa empfindlich durcheinander. Die Gazprom-Tochter Gazprom Export teilte am Dienstag in Moskau mit, man arbeite daran, Umgehungsrouten zu finden, um Lieferengpässe zu vermeiden. Aus der Ukraine, dem Haupttransitland für russisches Gas, floss nach slowakischen Angaben am Dienstag ein Drittel weniger Erdgas Richtung Westen als noch am Montag.

Von Österreich aus sei der Weitertransport nach Süden und Südosten bis auf weiteres unterbrochen, hieß es in einer Mitteilung der Gas Connect Austria GmbH. Das betrifft unter anderem die Slowakei, Slowenien, Ungarn und Kroatien. Auch Italien war als Empfängerland fast völlig abgeschnitten.

Die täglichen Lieferungen seien von 113,5 Millionen auf 14 Millionen Kubikmeter Gas gesunken, teilte der örtliche Transporteur Snam Rete Gas mit. Die Lieferungen nach Deutschland sind nicht betroffen. Die entsprechende Leitung sei unversehrt geblieben, sagte ein Sprecher von Gas Connect dem Radiosender Antenne Bayern.

Update 11:08 Uhr: Bei der Explosion einer Gasstation in Österreich ist nach Angaben des Roten Kreuzes ein Mensch getötet worden. 18 Menschen seien verletzt worden, davon 17 leicht und einer schwer, sagte ein Sprecher. Auf dem Gelände arbeiteten rund 50 Menschen. Zunächst herrschte große Unklarheit über die Zahl der Verletzten. Von bis zu 60 Verletzten war in ersten Meldungen die Rede.

Die Feuerwehr hatte mit 240 Mann den Brand bald unter Kontrolle, wie die Polizei erklärte. Bei der betroffenen Anlage handelt es sich um eine zentrale Drehscheibe für die Verteilung von Erdgas in Europa. "Die Anlage wurde im kontrollierten Zustand heruntergefahren und ist außer Betrieb", teilte das Unternehmen Gasconnect mit.

Die Gasstation ist etwas abseits des Ortes Baumgarten an der March nahe der österreichisch-slowakischen Grenze gelegen. Ob es auch im Ort durch die Explosion Schäden gegeben habe, sei noch nicht zu überschauen, sagte ein Polizeisprecher. Laut Gasconnect ist die Ursache des Unglücks noch unklar. Nach Angaben der Polizei könnte es sich um einen technischen Defekt gehandelt haben.

Die Explosion ereignete sich gegen 8.45 Uhr. Es wurde Großalarm für die Einsatzkräfte ausgelöst. Auf Bildern waren hohe Flammen zu sehen. Das Gebiet wurde weiträumig abgesperrt.

Die Bevölkerung wurde gebeten, die Rettungsarbeiten nicht zu behindern. "Schaulustige können wir nicht brauchen", meinte ein Polizeisprecher.

Mindestens 18 Menschen wurden verletzt.
Mindestens 18 Menschen wurden verletzt.  © DPA

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