17.000 Menschen eingeschneit! Gefahrenstufe hoch, Arbeiter durch Dachlawine getötet

Österreich - Das Wetterchaos in Österreich nimmt einfach kein Ende. Eingeschneite Orte, gesperrte Straßen: Die Lage bleibt weiter dramatisch.

Mehr als 180 Straßen wurden inzwischen gesperrt.
Mehr als 180 Straßen wurden inzwischen gesperrt.  © DPA

Über Twitter gab "Service Salzburg" bekannt, dass inzwischen sechs Gemeinden vollkommen unerreichbar geworden sind. 17.000 Menschen sind davon betroffen.

Laut dem Sender ORF am Montag, soll sich über Nacht die Lage noch weiter verschärft haben. Nach erneut kräftigen Schneefällen sind inzwischen weit über 180 Straßen gesperrt worden, darunter auch die größeren Passstraßen Pyhrnpass, Hengstpass und Koppenpass.

Allein in den Vorarlberger Gebieten kamen bis zum Morgen 65 bis 100 Zentimeter Neuschnee dazu. Das ist deutlich mehr als erwartet.

Einige Orte in Österreich mussten inzwischen komplett evakuiert werden. Dazu gehört auch Altaussee.

Dort war die Gefahr, dass Lawinen quasi den ganzen Ort überrollen, einfach zu groß.

Lawinen ist auch das große Stichwort: In weiten Teilen des Landes wurde inzwischen wieder die höchste Gefahrenstufe Fünf ausgerufen. Am Wochenende war die Gefahrenstufe teilweise auf Vier gesunken. Durch den vielen Neuschnee hat sich die Lage allerdings wieder verschlimmert. Doch nicht nur der viele Neuschnee bringt Sorgen:

Die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik geht davon aus, dass es in Tirol und Vorarlberg gebietsweise bis zu fünf Grad warm werden könnte. "Mit der Erwärmung steigt die Auslösebereitschaft von spontanen trockenen Lawinen vor allem in mittleren und hohen Lagen deutlich an", heißt es im Lagebericht des Lawinenwarndienstes.

Feuerwehrkräfte räumen Schnee vom Dach eines Hauses in Kirchdorf an der Krems.
Feuerwehrkräfte räumen Schnee vom Dach eines Hauses in Kirchdorf an der Krems.  © DPA

Dadurch, dass der Schnee immer schwerer wird, drohen zudem zahlreiche Dächer unter der Last einzubrechen.

Einsatzkräfte haben am Wochenende bereits versucht, mit Hilfsmitteln wie Kränen die Schneemassen wegzuräumen.

Der anhaltend starke Wind erschwert die Arbeit der Helfer. Am Dachstein und am Schöckl wurden am Montag Windspitzen von mehr als 100 Stundenkilometern gemessen, im Mariazell waren es immerhin 80 km/h.

Auch die großen Städte des Landes spüren inzwischen die Auswirkungen des Wetters deutlich.

In Salzburg ist ein Mann von einer Dachlawine verschüttet und tödlich verletzt worden. Wie ein Polizeisprecher am Montag sagte, wurden der 47-Jährige und drei weitere Männer beim Abschaufeln eines Hausdachs von den Schneemassen mitgerissen. Sie stürzten etwa sechs Meter in die Tiefe. Ein 26 und ein 28 Jahre alter Mann wurden nach dem Unfall in der Nähe von Salzburg ins Krankenhaus gebracht.

In der Tiroler Landeshauptstadt Innsbruck wurde im Bereich des Karwendels ebenfalls die höchste Lawinengefahrenstufe ausgerufen. Ebenso wie im Gebiet Hohe Tauern im Land Salzburg.

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