Drei Jahre nach Amoklauf: Familie des OEZ-Attentäters zurück in München

München - Mehr als drei Jahre nach dem tödlichen Amoklauf am Olympia-Einkaufszentrum (OEZ) in München ist die Familie des Täters zurückgekehrt.

Ein Holzkreuz mit einem Schild und der Aufschrift "Warum nur! - 22.07.2016" hängt vor dem Eingang zum Olympia-Einkaufszentrum (OEZ). (Archiv)
Ein Holzkreuz mit einem Schild und der Aufschrift "Warum nur! - 22.07.2016" hängt vor dem Eingang zum Olympia-Einkaufszentrum (OEZ). (Archiv)  © DPA

Die Familie lebe wieder im Raum München, bestätigte Polizeisprecher Werner Kraus am Freitag. "Wir sind mit allen Beteiligten, insbesondere mit den Opferfamilien, im Kontakt." Mehrere Medien hatten zuerst darüber berichtet.

Am 22. Juli 2016 hatte der 18-jährige Amokschütze David S. am OEZ neun Menschen und sich selbst erschossen. Es gab mehrere Verletzte. Die meisten der neun Todesopfer hatten einen Migrationshintergrund. Der rechtsextreme David S. litt an psychischen Problemen.

Münchner Ermittler hatten die Tat zunächst als nicht politisch motiviert eingestuft und waren von Rache wegen Mobbings als Motiv ausgegangen.

Später wertete unter anderem das Bundesamt für Justiz (BfJ) die tödlichen Schüsse als extremistische Tat. Nicht zuletzt auch das Münchner Landgericht ging im Prozess gegen den Verkäufer der Waffe davon aus, dass die Tat rassistisch und fremdenfeindlich motiviert war.

Die Familie des Täters - Mutter, Vater und Bruder - war seit der Tat in einem Programm des Bayerischen Landeskriminalamtes (LKA) betreut worden und hatte nicht in München gelebt.

Polizisten in Spezialausrüstung in der Nähe des Olympia-Einkaufszentrums (OEZ). (Archiv)
Polizisten in Spezialausrüstung in der Nähe des Olympia-Einkaufszentrums (OEZ). (Archiv)  © DPA

Titelfoto: DPA

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