Müssen wir mit einem Jahrhundert-Winter rechnen?

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Offenbach - Der Sommer hat sich gerade erst verabschiedet, der Herbst verspricht in den nächsten Tagen golden zu werden. Und schon kommen die Wetterpropheten mit der nächsten Ansage um die Ecke: Angeblich droht uns ein Jahrhundertwinter.

Habt Ihr schon die Heizung hochgedreht und sitzt gemütlich mit Heißgetränk unter der Kuschelwolldecke? Gut so! Denn nachdem wir im vergangenen Jahr um die Zeit noch Megahitze hatten, gab es in diesem Jahr in den Alpen sogar schon den ersten Schnee.

Deutet das auf einen extrem heftigen Winter mit Eis und Schnee hin? Drohen eisglatte Straßen, Bahnausfälle, nerviges Scheibenfreikratzen und Schneeschaufeln in aller Herrgottsfrühe? Horror!

Zum Glück geben Wetterexperten Entwarnung. Die Meteorologen vergleichen nämlich die Durchschnittswerte der zurückliegenden Jahre und danach ist ein Jahrhundertwinter 2017/18 eher unwahrscheinlich. Einigermaßen zuverlässige Wetterprognosen lassen sich ohnehin maximal zwei Wochen im Voraus treffen. "Jahreszeiten-Vorhersagen sind ein schwieriges Thema. Die Trefferquote ist dabei ungefähr 50:50", sagt Sabine Krüger vom Deutschen Wetterdienst. Eine klare Antwort ist also im Augenblick sowieso nicht möglich.

Der letzte richtig kalte Winter in Deutschland liegt übrigens 21 Jahre zurück. 1995/96 betrug die mittlere Temperatur minus 2,3 Grad Celsius. 2016/17 war der Winter eher mild: Der Mittelwert lag bei milden 0,9 Grad Celsius. Der kälteste Winter in den letzten hundert Jahren ist auf das Jahr 1940/41 datiert. Im Schnitt lagen die Temperaturen bei minus 5 Grad Celsius - ohne Zentralheizung und wärmende Outdoor-Kleidung.

Aufnahmen vom Schneechaos des Winters 1978/1979:

Hungerwinter 1946/1947:

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