Grausiger Verdacht: Verschlang riesiger Killer-Wels eine Katze?

Offenbach - Bereits mehrfach sorgte der 1,50 Meter großer Wels für Aufregung. Der Grund: Er fraß nicht nur den gesamten Weiher leer, sondern erlegte dazu noch flauschige Küken! Doch damit nicht genug: Jetzt könnte der Killer-Fisch auch noch eine Katze auf dem Gewissen haben...

Greift der "Küken-Killer" nun auch größere Haustiere an? (Symbolfoto)
Greift der "Küken-Killer" nun auch größere Haustiere an? (Symbolfoto)  © DPA

Seit Samstag wird ein schwarz-weißer Kater mit den Namen "Suga" vermisst. Zahlreiche Zettel mit der entsprechenden Vermisstenmeldung prangen an Fassaden und Bäumen in unmittelbarer Umgebung des Killer-Wels-Weihers. Ein Aushang wurde sogar nur wenige Meter vom Wasser entfernt an einem Baum befestigt!

Das sich ein Wels auch an größere Beute heranwagt, ist zumindest nichts Ungewöhnliches. So erlangte ein Vertreter der Art vor einigen Jahren traurige Berühmtheit, nachdem er im Mönchengladbacher Volksparkweiher einen Dackel verspeist haben soll.

In einem anderen Fall biss einer der Monster-Fische eine Schwimmerin und versuchte sie in die Tiefe zu reißen (TAG24 berichtete). Besonders mysteriös endete der Fang eines Exemplars in Sachsen-Anhalt: In dem Bauch des Tieres wurde tatsächlich das Skelett einer menschlichen Hand gefunden (TAG24 berichtete).

Doch auch, wer in den sozialen Medien nach Welsen sucht, dem wird bei dem ein oder anderen Anblick eng ums Herz. Riesige 2,74 Meter groß war etwa der in Frankreich von Jean-Christophe Conéjéro gefangene Rekord-Fisch (TAG24 berichtete). Echtes Material für einen Horror-Streifen...

Bei diesen Beispielen erscheint es demnach nicht verwunderlich, wenn auch der Offenbacher Wels sich einen größeren Happen genehmigt hätte. Zum Leidwesen der armen Katze! Ob der Weiher-Bewohner allerdings tatsächlich Kater "Suga" auf dem Gewissen hat, bleibt abzuwarten. Noch besteht Hoffnung, dass der schwarz-weiße Ausreißer unbeschadet zu seiner Familie zurückkehrt.

Aktuell sucht die Stadt Offenbach nach Berufsfischern, die sich dem "Problem-Wels" annehmen. Zudem läuft die Suche nach einem geeigneten Zuhause für die Umsiedlung des Fisches. Doch das erscheint schwerer als gedacht, denn in Hessen gilt der Wels als nichtheimische Art. Das heißt, er darf nicht in fließende Gewässer, wie dem Main, ausgesetzt werden.

Wenn bis zum Fang kein passendes, stehendes Gewässer gefunden wird, ist das Schicksal des Wels besiegelt, der Fisch ein Fall für den Grill (TAG24 berichtete).