Die Jagd nach dem Killer-Wels: Hat das Kükensterben nun ein Ende?

Offenbach - Mit einem Riesennetz hat ein Berufsfischer am Samstag in Offenbach den Versuch begonnen, den sogenannten "Problemwels" zu fangen.

Das 1,5 Meter große Ungetüm soll raus aus dem Gewässer.
Das 1,5 Meter große Ungetüm soll raus aus dem Gewässer.  © DPA

Der etwa 1,50 Meter große Fisch sorgt seit Wochen als "Küken-Killer" für Aufregung. Das Netz wurde im Zick-Zack im See ausgebracht.

Nun sei die Hoffnung, dass sich der Fisch darin verfange. Dann wollen der Fischer und seine Helfer ihn mit einem Kescher aus dem Wasser im Dreieichpark ziehen. "Wir bleiben bis morgen früh, wenn es sein muss", sagte Fischer Dieter Stitz.

Der Wels soll im Teich lebenden Fische und artengeschützte Küken gefressen haben. Daher wurde beschlossen, das Tier zu fangen (TAG24 berichtete).

Es soll nun in ein Gewässer gebracht werden, in dem es artgerecht untergebracht ist. Wo genau es liegt, will die Stadt nicht mitteilen und verriet lediglich, dass es sich in Hessen befinde.

Update, 20.15 Uhr: Am Abend warteten die Fischer noch immer darauf, dass der breitmäulige Raubfisch ins Netz geht. Die Tiere seien nachtaktiv, deshalb bestehe in der Dunkelheit eine größere Chance, sagte Stitz. Ist der Wels gefangen, soll er von einem Tierarzt untersucht werden, um sicher zu stellen, dass er keine ansteckende Krankheiten hat.

Nachdem die Netze ausgebracht waren, kamen am Samstagnachmittag auch zahlreiche Anwohner an den Teich. Der Wels habe die Küken von Teichhühnern und Stockenten gefressen, sagte Helga Meyer. Deshalb sei es besser, wenn er gefangen und weggebracht werde.

Ein Nachbar berichtete, er habe den Wels vergangenes Jahr gesehen, als in einer großen Aktion der Fischbestand im Teich überprüft worden sei. Schon damals sei das Tier etwa 1,30 Meter groß gewesen.

Viele neugierige Zuschauer haben sich um den "Tatort Teich" versammelt.
Viele neugierige Zuschauer haben sich um den "Tatort Teich" versammelt.  © DPA