Arzt von Asylbewerber erstochen? AfD und Linke Jugend gehen auf die Straße!

Offenburg - Nach der tödlichen Messerattacke auf einen Arzt im baden-württembergischen Offenburg plant die AfD am Samstag eine Demonstration vor dem Rathaus.

Beamte der Spurensicherung am Donnerstag in Offenburg.
Beamte der Spurensicherung am Donnerstag in Offenburg.  © DPA

Angemeldet seien 50 Teilnehmer, sagte eine Sprecherin der Stadt am Freitag. Die Linke Jugend habe eine Gegendemonstration angemeldet.

Die AfD fordert den Rücktritt von Oberbürgermeisterin Edith Schreiner (CDU). Am Donnerstag hatte die Polizei einen 26 Jahre alten Asylbewerber aus Somalia festgenommen, der im Verdacht steht, kurz zuvor in einer Arztpraxis einen Mediziner erstochen und eine Helferin verletzt zu haben.

Der Mann sollte am Freitag dem Haftrichter vorgeführt werden. Der baden-württembergische AfD-Politiker Stefan Räpple hatte sich nach der Tat mit scharfen Worten gegen die Asyl-Politik von Offenburgs OB, der Landes- sowie der Bundesregierung gewendet.

UPDATE: 12.34 Uhr

Offenburgs Oberbürgermeisterin Edith Schreiner hat zur Besonnenheit aufgerufen. Sie habe am Donnerstag mit großer Bestürzung von dem Tötungsdelikt erfahren. "Mein tiefstes Mitgefühl gilt insbesondere der Witwe und der Tochter des Verstorbenen, seiner Familie sowie der verletzten Arzthelferin. Ihr wünsche ich baldige Genesung", teilte Schreiner am Freitag mit.

Schreiner dankte der Polizei, die den mutmaßlichen Täter bereits nach einer Stunde fassen konnte. Bislang sei weder ein Tatmotiv bekannt, noch lägen weitere Hintergrundinformationen vor.

"Dass das Tötungsdelikt in unmittelbarer Nähe die Offenburger Bürgerinnen und Bürger bewegt, ist nachvollziehbar und menschlich. Doch gerade deshalb appelliere ich an die Offenburger Bürgerschaft, sich besonnen zu verhalten und von Pauschalisierungen abzusehen", so Schreiner.

UPDATE: 15.59 Uhr

Nach der tödlichen Messerattacke auf einen Arzt in Offenburg (Baden-Württemberg) hat eine Richterin Haftbefehl wegen Mordes gegen den Verdächtigen erlassen. Der Mann kam in eine Justizvollzugsanstalt.

Mahnt zur Besonnenheit: Edith Schreiner.
Mahnt zur Besonnenheit: Edith Schreiner.  © DPA

Titelfoto: DPA


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