Asylbewerber soll Arzt erstochen haben: Heute marschieren AfD und Linke

Offenburg - Die AfD hat für Samstag (14 Uhr) zu einer Demonstration nach der tödlichen Messerattacke auf einen Arzt in Offenburg (Baden-Württemberg) aufgerufen.

Beamte der Spurensicherung am Donnerstag vor dem Gebäude, in dem der Angriff geschah.
Beamte der Spurensicherung am Donnerstag vor dem Gebäude, in dem der Angriff geschah.  © DPA

Auf Facebook schreibt die Partei in markigen Worten: "Anlass ist der feige Mord eines Somaliers an einem deutschen Arzt vor den Augen seiner 10-jährigen Tochter". Angemeldet sind nach Angaben der Stadt 50 Teilnehmer. Die Linke Jugend habe eine Gegendemonstration (13 Uhr) angemeldet.

Das Bündnis "Offenburg gegen Rassismus" warf der Alternative für Deutschland vor, die Messerattacke zu instrumentalisieren: "Sie wollen erneut ein schreckliches Verbrechen auf plumpe und durchschaubare Weise für propagandistische Hetze gegen Ausländer missbrauchen."

Die AfD fordert zudem den Rücktritt von Oberbürgermeisterin Edith Schreiner (CDU). Der AfD-Politiker Stefan Räpple gibt sowohl ihr als auch der Migrationspolitik der Landes- und Bundesregierung eine Mitschuld am Tod des Mediziners.

Wie berichtet hatte die Polizei am Donnerstag einen 26 Jahre alten Asylbewerber aus Somalia festgenommen, der im Verdacht steht, kurz zuvor in einer Arztpraxis einen Mediziner erstochen und eine Helferin verletzt zu haben. Der Mann kam in Untersuchungshaft.

Titelfoto: DPA


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