Messer-Mord an Mediziner: Kommt der Asylbewerber in die Psychiatrie?

Offenburg - Im Prozess um eine tödliche Messerattacke auf einen Mediziner in Offenburg (Ortenaukreis) hat der Staatsanwalt die dauerhafte Unterbringung des mutmaßlichen Täters in einem psychiatrischen Krankenhaus gefordert.

Der Angeklagte vor Gericht.
Der Angeklagte vor Gericht.  © DPA

Der 27 Jahre alte Asylbewerber habe im Wahn gehandelt und leide unter einer psychischen Krankheit, sagte Staatsanwalt Kai Stoffregen vor dem Landgericht Offenburg am Donnerstag.

Von ihm gehe eine hohe Gefahr für die Allgemeinheit aus, es bestehe das große Risiko weiterer schwerer Straftaten. Seine Schuld sei unbestritten. Er habe Mitte August vergangenen Jahres den 52 Jahre alten Allgemeinmediziner in dessen Praxis mit zahlreichen Messerstichen getötet.

Der Arzt war am Tatort gestorben, der nun Angeklagte eine Stunde später in Offenburg festgenommen worden. Dieser bestreitet die Tat.

Für den Nachmittag waren die Plädoyers von Nebenklägern und Verteidigern geplant. Das Urteil ist Gerichtsangaben zufolge für den 12. März vorgesehen. Der Angeklagte stammt der Anklage zufolge aus dem afrikanischen Dschibuti und nicht, wie anfangs vermutet, aus Somalia.

Das Landgericht Offenburg verhandelt den Fall.
Das Landgericht Offenburg verhandelt den Fall.  © DPA

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