Olaf Scholz sieht sich gewachsen: Hamburgs Ex will Kanzler werden!

Hamburg - Hamburgs ehemaliger Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) hat sich als Kanzlerkandidat ins Gespräch gebracht.

Olaf Scholz (SPD) sitzt während des G20-Gipfels in Buenos Aires neben Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU).
Olaf Scholz (SPD) sitzt während des G20-Gipfels in Buenos Aires neben Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU).  © DPA

Wie die Bild am Sonntag berichtet, habe der Finanzminister sein klares Interesse an einer Kandidatur bekundet.

Dabei kritisierte Olaf Scholz auch die Große Koalition und bewertete ihre Zukunft als besondere Herausforderung. Die SPD müsse auf lange Sicht wieder neue Perspektiven entwickeln.

Der Umsetzung dieser Aufgabe sieht er sich als möglicher neuer Kopf der Partei offenbar gewachsen. In Umfragen zähle er zu den Politikern, die bei den Bürgern eine hohe Unterstützung erwarten könnten.

Dabei hatte der Vizekanzler zuletzt mehrere Angriffe auf seine Privatwohnungen hinnehmen müssen. Ende November brachen Unbekannte in ein Potsdamer Mehrfamilienhaus ein, in dem sich auch eine Wohnung des 60-Jährigen befindet (TAG24berichtete).

Ebenfalls Ende November hatten mehrere vermummte Täter seine Wohnung im Hamburger Stadtteil Altona attackiert.

Eine Gruppe von mindestens zehn Personen hatte nach Polizeiangaben zunächst einen Autoreifen vor dem Mehrfamilienhaus angezündet und danach mit schwarzer Farbe gefüllte Marmeladengläser gegen die Hauswand geworfen (TAG24 berichtete).

In einem anonymen Bekennerschreiben hieß es Anfang Dezember, dass die Aktion als Protest gegen den G20-Gipfel in Buenos Aires zu bewerten sei, an dem zu dem Zeitpunkt auch Olaf Scholz teilgenommen hatte. Der Finanzminister wurde weiter als "Taktgeber des sozialen Angriffs der vergangenen Jahrzehnte" genannt.

Von 2011 bis 2018 war Olaf Scholz Erster Bürgermeister der Stadt Hamburg. Zuletzt hatte er die Entscheidung für den G20-Gipfel in der Hansestadt im Jahr 2017 verteidigt: "Es braucht diese Treffen, wenn die Uneinigkeit in der Welt zunimmt", hatte Scholz betont.

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