Ein Ostfriese sucht seine Traumfrau und ist schonungslos ehrlich

Bevor es ans Eingemachte geht, geht es in die Details.
Bevor es ans Eingemachte geht, geht es in die Details.

Oldenburg - Lotti Huber hat einmal gesagt, dass die Menschen dazu neigen, sich Träume ins Bett zu legen, und nicht einen Menschen aus Fleisch und Blut. Das sollte vielleicht auch ein Ostfriese aus Oldenburg beherzigen.

Da sitzt also eine einsame Seele in Oldenburg und die sucht die Liebe. Doch stattdessen wird sie mit Spott überhäuft. Denn noch bevor Amor seine Pfeile abschießen konnte, hat die einsame Seele eine schonungslos ehrliche Partnerannonce in der lokalen "Ostfriesen Zeitung" (siehe unten) geschaltet.

Jetzt wissen wir natürlich nicht, ob diese Offenheit eher tapsiger Natur ist. Oder ob doch ein bisschen zu viel, nennen wir es Großkotzigkeit dahinter steckt. Immerhin: Die einsame Seele weiß genau, was sie will und das hat sie vielen anderen voraus.

Sich selbst beschreibt der 52-Jährige als hübsch, gepflegt, sympathisch, mit Charme, absolut jung geblieben, mit gesunder Bräune. Haare hat er auch noch und eine stattliche Größe von 1,87 Metern. Wem das Äußere egal ist: Finanziell bietet der Bundesbeamte auch noch legale Nebeneinkünfte.

So könnte die Herzensdame aussehen.
So könnte die Herzensdame aussehen.

So weit, so gut. Klingt bis jetzt nicht so wirklich schlimm. Auch Bundesbeamte mit gesunder Bräune haben ihre Zielgruppe. Die siebt er allerdings gleich kräftig aus.

Denn gesucht ist eine hübsche, schlanke (bis Kleidergröße 38), modebegeisterte, langbeinige Sie. Höchstens 45 Jahre alt, gerne viel jünger. Mit langen Haaren, Vollzeitberuf, Destroyed-Jeans, Pudelmütze, Boots, Mini, Nahtstrumpfhosen und High Heels.

Seid Ihr noch im Rennen?

Alkoholkranke, verkappte Existenzen oder arrogante Bewerberinnen haben übrigens absolut keine Chance!

"Trotzdem bin ich kein Macho", beteuert der Oldenburger.

Die Anzeige ist vom Juni 2016. Doch erst jetzt ist die Facebook-Community durch "Da kotzt das Texterherz" darauf aufmerksam geworden. Die teilt den Beitrag fleißig, spottet über die Ansprüche des Ostfriesen und lieferte auch gleich einen "Serviervorschlag" dazu.

Ob der Mann inzwischen jemanden gefunden hat, ist nicht bekannt. Wie viele der Spötter bei Tinder, Grindr und all den Dating-Apps nach genau den gleichen oder ähnlichen Kriterien aussieben (das öffentlich aber nicht zugeben), auch nicht.


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