Wegen Schwimmmeister-Mangel: Bäder müssen vielerorts schließen

Oldenburg/Osnabrück - In Niedersachsen wird es immer schwieriger, Nachwuchs für den Beruf des Bademeisters zu gewinnen. Das ergab eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur.

Weil Fachkräfte fehlen, müssen viele Bäder vorübergehend schließen. (Symbolbild)
Weil Fachkräfte fehlen, müssen viele Bäder vorübergehend schließen. (Symbolbild)  © DPA

Einen akuten Fachkräfte-Mangel gibt es zwar in den Großstädten noch nicht. In ländlichen Regionen sei die Lage aber sehr angespannt, hieß es.

Dort mussten Bäder sogar vorübergehend schließen, weil Fachkräfte fehlten. Ein Grund dafür sei, dass junge Menschen ein falsches Bild des Berufes hätten, sagten mehrere Geschäftsführer von Bädern. In den Köpfen gebe es noch das Klischee vom Bademeister mit einem langweiligen Arbeitsalltag.

Nach Einschätzung des Bundesverbandes Deutscher Bademeister fehlen mindestens 2500 Fachkräfte in den rund 6000 von Kommunen oder privaten Unternehmen betriebenen Bädern in Deutschland.

Bei den derzeit sommerlichen Temperaturen sind die Freibäder gut besucht. Die Schwimmmeister in Niedersachsen beklagen auch, dass Eltern ihre Aufsichtspflicht zunehmend verletzen.

Viele Menschen empfinden den Bademeister oftmals als Oberlehrer. (Symbolbild)
Viele Menschen empfinden den Bademeister oftmals als Oberlehrer. (Symbolbild)  © DPA

In Osnabrück könne man hingegen nicht von einem Mangel an Schwimmmeistern sprechen, betonte der Sprecher der Stadtwerke, Marco Hörmeyer. Der Grund dafür sei, dass die Stadtwerke bereits seit Langem in die Ausbildung investieren.

Viele Menschen hätten dennoch ein Bild des Bademeisters, der als Oberlehrer auftritt und den ganzen Tag Kaffee trinkt. Osnabrück biete mit drei modernen Bädern zudem ein anziehendes Arbeitsumfeld für Schwimmmeister.

Einige Fachkräfte seien zeitweise sogar in andere Bäder in Nordwestdeutschland geschickt worden, die immense personelle Probleme hatten.

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