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Prozess gegen Serienmörder Högel geht 2019 weiter

Der Prozess gegen den Serienmörder Niels Högel geht 2019 weiter

Er wollte die Bewunderung von Kollegen und soll deshalb 100 Menschen ermordet haben. Der Prozess gegen den Ex-Pfleger Niels Högel schlägt hohe Wellen.

Oldenburg - Irgendwann, so hofft Brigitte Ogiewa, werden Schmerz und Trauer nicht mehr so allgegenwärtig sein. Sie will endlich mit dem abschließen können, was war. Der frühere Krankenpfleger Niels Högel soll Ogiewas Mutter ermordet haben.

Niels Högel hat zugegeben, 43 Patienten getötet zu haben.
Niels Högel hat zugegeben, 43 Patienten getötet zu haben.

Vor Gericht wollte sie von ihm hören, wie ihre Mutter sterben musste und wieso. Doch Högel blieb ihr die Antwort schuldig.

Er konnte sich an die Patientin nicht erinnern - wie auch an viele andere der 100 mutmaßlichen Opfern nicht.

"Das war schmerzhaft", sagt Ogiewa. "Der Prozess hat vieles wieder aufgewühlt." Über viele Stunden hat Högel im November und Dezember vor dem Landgericht Oldenburg ausgesagt. Ein Kraftakt für Ogiewa und die anderen Nebenkläger.

Sachlich schilderte Högel an vier Prozesstagen, wie er zwischen 2000 und 2005 immer wieder Opfer auswählte, wie er ihnen ein Medikament spritzte, das deren Herz stillstehen ließ. Und wie er anschließend versuchte, die Patienten wiederzubeleben, um von seinen Kollegen dafür bewundert zu werden.

Er selbst spricht von "Manipulation" - als würde er sich an einem technischen Gerät und nicht an einem Menschen vergreifen.

Richter Sebastian Bührmann hat einige Akten zu durchkämmen.
Richter Sebastian Bührmann hat einige Akten zu durchkämmen.

"Ich war erstaunt, wie er das erzählt, wie kaltblütig er das macht", meint Ogiewa. Vor Gericht gab Högel zu, 43 Patienten auf diese Weise umgebracht zu haben. Fünf Taten bestritt er.

Doch in vielen Fällen sagte er auch nur: "Keine Erinnerung, kein Ausschluss." Damit meint Högel, dass er sich an die Taten nicht erinnern kann, aber auch nicht ausschließt, für den Tod der Betroffenen verantwortlich zu sein.

Behandlungsmethoden und Laborwerte sind ihm im Gedächtnis geblieben, die Gesichter seiner Opfer jedoch nicht. "Ich habe mehr auf Monitore geachtet als auf die Menschen", sagte der Ex-Pfleger vor Gericht.

Die Taten liegen viele Jahre zurück, phasenweise war Högel stark benebelt von Alkohol und Schmerztabletten. Wegen des Todes von sechs Patienten auf der Delmenhorster Intensivstation sitzt der Ex-Pfleger bereits lebenslang in Haft.

Lange bestritt er auch an seiner früheren Arbeitsstelle in Oldenburg, Patienten getötet zu haben. "Das war kein taktisches Gelüge", behauptete er später im Prozess.

Högel war am Klinikum Oldenburg tätig und ermordete dort einige Patienten.
Högel war am Klinikum Oldenburg tätig und ermordete dort einige Patienten.

Er habe das damals verdrängt. An anderes aus der Zeit erinnert er sich dagegen glasklar: An einen Urlaub am Ijsselmeer, daran, wie ein Pfleger direkt an einem Krankenbett ein Brot aß und an eine unangenehme Konfrontation mit einem Arzt.

Für die Richter wird es eine schwierige Wahrheitssuche: Sie müssen in jedem einzelnen Fall entscheiden, ob der Angeklagte schuldig oder unschuldig ist. 38 Zeugen haben sie deshalb geladen, darunter auch frühere Kollegen und Vorgesetzte von Högel sowie Rechtsmediziner, Toxikologen und andere Experten.

Wie glaubwürdig der Ex-Pfleger ist, muss am Ende ein spezieller Gutachter beurteilen. Er wird Högel während der gesamten Verhandlung beobachten und auch befragen.

Brigitte Ogiewa hat der Prozess bisher zwar keine Antworten gebracht. Doch bewirkt hat er schon etwas. "Diesen Mann von Angesicht zu Angesicht zu sehen, das hilft", sagt sie. Dadurch wirke er weniger dämonisch.

Das Grauen hat für sie jetzt ein Gesicht. Und möglicherweise gelingt es ihr nach dem Prozess auch besser, mit der Vergangenheit abzuschließen.

Anfang Januar wollen die Richter die ersten Zeugen vernehmen. Zum Auftakt wird der Leiter der Polizei-Sonderkommission befragt, die die wohl größte Mordserie in der deutschen Nachkriegsgeschichte ab Herbst 2014 umfassend aufgerollt hatte.

Danach wollen die Richter weitere Ermittler aus Oldenburg und Delmenhorst als Zeugen hören.

Fotos: DPA

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