DFB-Manager Bierhoff gibt Fehler im Umgang mit Özil und Sané zu!

Hamburg - Oliver Bierhoff ganz selbstkritisch! Der Manager der deutschen Nationalmannschaft hat im Interview mit "Der Zeit" zugegeben, dass die Nicht-Nominierung von Leroy Sané in den finalen Kader für die Weltmeisterschaft 2018 in Russland ein Fehler war.

Dass Leroy Sané (l.) nicht im finalen WM-2018-Kader stand, sieht Oliver Bierhoff heute als Fehler an.
Dass Leroy Sané (l.) nicht im finalen WM-2018-Kader stand, sieht Oliver Bierhoff heute als Fehler an.  © DPA

"Wir wollten vor allem ein Zeichen für die Spieler setzen, für die wir uns entschieden hatten. Das sollte Energie freisetzen, den Zusammenhalt stärken. Vielleicht haben wir unterschätzt, dass dann vor allem über den Spieler gesprochen wurde, der nicht dabei war", so der DFB-Verantwortliche.

Der 50-Jährige gab auch noch weitere Nachlässigkeiten zu. So habe man nach dem Confederations-Cup-Sieg 2017 gedacht, "die Trotzreaktion der etablierten Spieler, die nicht dabei waren, sei so stark, dass alles zu einer perfekten Symbiose zusammenfließe. Leider ist das nicht so gekommen. Vielleicht hätten wir als Führungsteam noch kritischer miteinander umgehen müssen."

Auch den über Wochen schwelenden Konflikt rund um Mesut Özil hätte Bierhoff im Nachhinein gerne anders gelöst: "Es ist verkehrt gelaufen, und das tut mir sehr leid. Da wurden viele Fehler gemacht - auch von mir."

Eine Sache wurmt den Manager ganz besonders: "Dass es nie eine persönliche Aussprache gab, das schmerzt noch."

Dafür seien er und auch Bundestrainer Joachim Löw extra nach London geflogen. Doch ein Treffen kam nicht zustande: "Er wollte sich wohl einfach nicht mehr damit befassen", so Bierhoff.

Auch zum Fall Reinhard Grindel äußerte sich der der Europameister von 1996: "Ich hätte mir das auch anders gewünscht." Eine Übernahme von dessen Posten als Präsident strebt er offensichtlich nicht an: "Ich habe aktuell eine wunderbare und spannende Aufgabe, die ich als riesige Herausforderung sehe."

Oliver Bierhoff gab ein selbstkritisches Interview.
Oliver Bierhoff gab ein selbstkritisches Interview.  © DPA

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