Nach Avicii-Tod warnt DJane: "Es gibt andere, um die wir uns große Sorgen machen müssen!"

Stockholm - Sein früher Tod hat die Welt geschockt, die Umstände sind bis jetzt nicht an die Öffentlichkeit gelangt! Doch viele Kollegen von Star-DJ Avicii machen sich große Sorgen um den immer größer werdenden Druck in der Branche.

Die beiden Zwillingsschwestern Nervo wissen, wie hart das Musikbusiness ist.
Die beiden Zwillingsschwestern Nervo wissen, wie hart das Musikbusiness ist.  © Screenshot/Instagra,/NervoMusic

Nun hat sich die australische DJane Olivia Nervo mit einem emotionalen Instagram-Post zu Wort gemeldet. Sie und ihre Zwillingsschwester Miriam bilden ein erfolgreiches DJ-Duo, beide hat der frühe Tod (†28) des gebürtigen Schweden Tim Bergling schwer erschüttert.

Olivia lud am späten Dienstagabend ein Foto mit ihrem Papa auf Instagram hoch und schrieb: "Nach dem traurigen Tod von Avicii möchte ich mich zu dem generellen Ton auf den Social-Media-Plattformen äußern", beginnt sie ihren Text.

Sie beschreibt den Zwiespalt zwischen den glücklichen, tollen Momenten, die man für seine Follower auf Instagram, Facebook oder anderen Plattformen postet und festhält, und den Momenten, die sich davor oder danach in der Realität abspielen.

Eine Dokumentation auf Netflix zeigt einen Teil der harten Realität aus Aviciis Leben.

Die beiden Schwestern mit dem verstorbenen Avicii.
Die beiden Schwestern mit dem verstorbenen Avicii.  © Screenshot/Instagram/NervoMusic

Olivia schreibt weiter: "Was dieses Bild nicht zeigt ist, dass Mim und Dad mich zuvor im Hotel zurückließen, weil ich einfach ein paar Stunden schlafen musste. Ich war fertig und fühlte mich nach einer Woche mit vielen anstrengenden Reisen einfach total ausgelaugt", beschreibt sie.

Es zeige auch nicht die Realität, die sie nach einer Woche hartem Touralltag und Bürostress einholt, wenn ihr Handy vor lauter Nachrichten, Anrufen und Anfragen explodiert, bei deren Beantwortung sie einfach nicht mehr hinterherkommt.

Und dann wird es emotional: "Wir alle fühlen uns, als hätten wir Tims Story alle in Zeitlupe kommen sehen. Es gibt andere, um die wir uns große Sorgen machen müssen", warnt sie.

Das Musikgeschäft sei brutal, wie im echten Leben müssen man jeden Tag hart gegen Widerstände und Menschen kämpfen, die einem Knüppel zwischen die Beine hauen wollen, die einem nichts Gönnen. Und die Fans sehen oft nur die Momente im Rampenlicht, oder eben die glücklichen Fotos auf Instagram und Facebook, weil sich ohnehin niemand traut, die dunkle und traurige Seite des Business zu zeigen.

"Wir arbeiten sieben Tage die Woche zwischen vielen verschiedenen Zeitzonen und zu verrückten Uhrzeiten. Es steckt so viel mehr dahinter, um sich eine Karriere aufzubauen und sie am Leben zu halten, als das, was für das öffentliche Auge sichtbar ist."

Und dann richtet sie zum Abschluss herzzerreißende Worte an Avicii: "RIP Tim. Wenn der Himmel wirklich ein Ort mit flufüigen Wolken und all dem ist, was Du liebst, dann hoffen wir, dass Du wirklich dort bist!"