Nach enttäuschendem Ergebnis: Claudia Pechstein verblüfft mit trotziger Ankündigung

Nach dem 8. Platz denkt Pechstein nicht ans Aufhören. (Bildmontage)
Nach dem 8. Platz denkt Pechstein nicht ans Aufhören. (Bildmontage)  © DPA (Bildmontage)

Pyeongchang - Nur 15 Stunden nach der größten sportlichen Enttäuschung ihrer Karriere stand Claudia Pechstein (45) wieder auf dem Eis und verblüfft mit einer großen Ankündigung.

Im ersten Training mit Blick auf den Vorkampf in der Team-Verfolgung mit den Kolleginnen Roxanne Dufter und Gabi Hirschbichler sowie Ersatzfrau Michelle Uhrig am Montag war die Stimmung trotz anhaltender Rückschläge unter den Damen keineswegs getrübt.

"Ich stecke den Kopf nicht in den Sand. Es ist für mich selbstverständlich, dass ich mich nicht verkrieche", sagte Pechstein am Samstag, nachdem sie unter Anleitung von Cheftrainer Jan van Veen ihre Runden im Quartett nach Plan abspulte. "Das Training läuft gut. Jetzt kommt es darauf an, am Montag die beste Leistung abzurufen", meinte der Coach.

Keineswegs verblüfft hat den Niederländer die Ankündigung von Pechstein, bis 2022 weiterzulaufen. "Wenn sie weiter gut vorn mitläuft, kann sie auch noch bis 60 weitermachen", scherzte er im Gangneung Oval.

Nach dem deprimierenden achten Platz auf ihrer Paradestrecke über 5000 Meter hatte Pechstein zum wiederholten Mal ausgeführt, sie wolle auf jeden Fall bis zu den Winterspielen in Peking weiterlaufen. Pechstein wird während der Spiele 50 Jahre alt.

Sie sei nun mal eine außergewöhnliche Person und "weiß, was sie tut", sagte Sportdirektor Robert Bartko. "Für mich gibt es keine Altersgrenze. Zutrauen muss man ihr das allemal", meinte der Berliner. Und vielleicht klappt es bei den diesjährigen Winterspielen doch noch mit einer Medaille.

Titelfoto: DPA (Bildmontage)


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