Oobi-Ooobi allein im Zoo Leipzig: Leidet der Koala an Einsamkeit?

Zoo-Direktor Jörg Junhold glaubt nicht, dass sich der kleine Koala am Alleinsein stört.
Zoo-Direktor Jörg Junhold glaubt nicht, dass sich der kleine Koala am Alleinsein stört.  © DPA

Leipzig - Der einzige Koala im Zoo Leipzig muss weiter auf Gesellschaft warten.

Seit einem Jahr lebt Oobi-Ooobi im 2016 neu eröffneten Koala-Haus. Alles habe sich rundum gut entwickelt, nur die Hoffnung auf zwei weitere Koalas als Gesellschaft habe sich bisher noch nicht erfüllt, sagte Zoo-Chef Jörg Junhold.

Eigentlich hatten die Verantwortlichen damit gerechnet, bis Anfang dieses Jahres ein zweites Männchen und dann noch ein Weibchen zu bekommen. Aber es habe einige Rückschläge in der Zucht in Europa gegeben.

Aktuell lebten nur 38 Koalas in europäischen Zoos, sagte Junhold. Leipzig ist erst der dritte deutsche Zoo nach Duisburg und Dresden, der die sensiblen Beuteltiere hält. Koalas seien ohnehin Einzelgänger. "Daher ist es absolut vertretbar, dass Oobi-Ooobi hier noch alleine lebt", sagte der Zoo-Direktor.

Sehr erfolgreich habe sich die Eukalyptus-Versorgung für den Koala entwickelt. Die Tiere sind sehr anspruchsvoll bei der Ernährung. Um Oobi-Ooobi satt zu machen, hat der Zoo extra eine Plantage anlegen lassen. Nördlich von Leipzig werden 22 verschiedene Eukalyptus-Arten angebaut. Der Koala werde nur über die Plantage versorgt, der Zoo müsse kein weiteres Futter zukaufen, sagte Junhold.

Der dreijährige Oobi-Ooobi halte sein Gewicht von etwas mehr als sechs Kilogramm, was ein sehr gutes Zeichen sei.

Junhold ist zuversichtlich, dass es irgendwann mit der geplanten Koala-Zucht in Leipzig klappen wird. Nur einen Termin für ein zweites Tier könne er derzeit noch nicht nennen. "Wir müssen Geduld haben", sagte der Zoo-Direktor.


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