Opa soll Enkelin (6) über Jahre mindestens 160 Mal missbraucht haben

Gera - Weil er seine Enkelin in mehr als 160 Fällen sexuell missbraucht haben soll, muss sich ab Donnerstag um neun Uhr ein 56 Jahre alter Mann vor dem Landgericht Gera verantworten.

Immer wieder soll sich der Mann an seiner eigenen Enkelin vergangen haben. (Symbolbild)
Immer wieder soll sich der Mann an seiner eigenen Enkelin vergangen haben. (Symbolbild)  © DPA

Laut Anklage war das Mädchen erst sechs Jahre alt, als der Deutsche das Kind im Jahr 2009 zum ersten Mal missbrauchte. Die weiteren Taten sollen sich bis ins Jahr 2016 ereignet haben.

Der nicht vorbestrafte Mann sitzt seit April vergangenen Jahres in Untersuchungshaft. Das Verfahren gegen ihn hatte im Oktober schon einmal begonnen, war nach zwei Verhandlungstagen aber ausgesetzt worden.

Das Gericht wollte zunächst ein Gutachten über die Verhandlungs- und Schuldfähigkeit des Angeklagten einholen. Nun geht das Verfahren also weiter.

Update 14.21 Uhr:

Der wegen 161-fachen Missbrauchs an seiner Enkelin angeklagte 56-Jähriger hat alle Vorwürfe zurückgewiesen. Die Aussagen des Mädchens seien falsch, sagte der Deutsche vor dem Landgericht Gera.

Er habe sich nicht an dem Kind vergangen. Vielmehr habe das Mädchen versucht, ihn zum Beischlaf zu bewegen. Zudem will der Mann seine Enkelin und zwei ihrer Freundinnen bei Sexspielen ertappt haben, in die sie auch ihn hätten einbeziehen wollen.

Das Mädchen hatte sich erst nach Jahren der Mutter eines Freundes anvertraut. Ihrer eigenen Mutter habe sie davon nie erzählt, berichtete die Polizistin, die die heute 16-Jährige Ende 2016 vernommen hatte.

Dass das Mädchen auch einer Therapeutin die Sache entsprechend geschildert habe, könne er nicht nachvollziehen, sagte der Angeklagte. Möglicherweise habe sie ihm "eins auswischen" wollen, weil er gedroht habe, die Familie ihres Freundes über dessen Drogenkonsum zu informieren.

Der Mann sitzt seit dem vergangenen Jahr in Untersuchungshaft. (Symbolbild)
Der Mann sitzt seit dem vergangenen Jahr in Untersuchungshaft. (Symbolbild)  © 123RF

Titelfoto: DPA

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