Opfer zu Tode geprügelt: Israel will Verdächtigen nach Deutschland ausliefern

Tel Aviv/Ulm - Fast ein Jahr nach einem Einbruch mit tödlichem Ausgang in Ulm (TAG24 berichtete) will Israel einen Tatverdächtigen nach Deutschland ausliefern.

Der Einbrecher erschlug sein Opfer. (Symbolbild)
Der Einbrecher erschlug sein Opfer. (Symbolbild)  © DPA

Das Bezirksgericht in Jerusalem habe die Auslieferung des 34-jährigen Israelis genehmigt, damit er in Deutschland wegen Mordes, schwerer Körperverletzung, Schadensverursachung und Einbruchs angeklagt werden könne, teilte das Justizministerium in Jerusalem am Donnerstag mit.

Der Mann werde verdächtigt, Anfang Januar 2018 an einem Einbruch in ein Haus in Ulm beteiligt gewesen zu sein.

Anschließend ist der Verdächtige nach Israel geflohen. (TAG24 berichtete)

Bei dem Einbruch war ein 59 Jahre alter Mann, der die Wohnung mit seiner Mutter teilte, so schwer geschlagen worden, dass er kurz darauf im Krankenhaus starb. (TAG24 berichtete)

Auch die damals 91 Jahre alte Mutter sei von den Tätern verletzt worden, teilte das israelische Justizministerium mit.

Bei der Tat wurden Geld und Schmuck gestohlen.

Die israelische Polizei nahm den Israeli im Februar aufgrund eines internationalen Haftbefehls in der Küstenstadt Aschkelon fest.

Der Mann hatte nach Angaben der deutschen Behörden vorher bereits im Gefängnis gesessen.

In dem Fall steht bereits ein Ehepaar - ein Mann aus Georgien und seine Ehefrau aus Kasachstan - vor Gericht. Ein mutmaßlicher Komplize ist noch auf der Flucht. Das Verfahren gegen das Ehepaar soll am 11. Januar fortgesetzt werden.

Titelfoto: DPA

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