Neue Zahlen: Immer mehr rechte Gewalt in Ostdeutschland!

Berlin - Bei Opferberatungsstellen sind in den ostdeutschen Bundesländern und Berlin 2018 mehr Fälle rechter Gewalt registriert worden als im Jahr zuvor.

In 2018 kam es in Chemnitz zu hässlichen Szenen zwischen politisch motivierten Bürgern.
In 2018 kam es in Chemnitz zu hässlichen Szenen zwischen politisch motivierten Bürgern.  © DPAd

Bei Opferberatungsstellen sind in den ostdeutschen Bundesländern und Berlin 2018 mehr Fälle rechter Gewalt registriert worden als im Jahr zuvor.

Das teilte der Verband der Beratungsstellen für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt (VBRG) am Dienstag in Berlin mit.

Über alle ostdeutschen Bundesländer hinweg einschließlich Berlin wurden 1.212 Fälle politisch rechts motivierter Gewalt 2018 registriert. Das sind rund acht Prozent mehr als 2017.

Dabei gibt es allerdings laut dem VBRG Unterschiede zwischen den ostdeutschen Bundesländern:

Während in Berlin, Brandenburg, Sachsen und Thüringen die Zahl rechter Angriffe stieg, ging sie in Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt zurück.

Vergleichbare Zahlen für alle westdeutschen Bundesländer gebe es wegen fehlender Ressourcen in den Beratungsstellen nicht, sagte ein Sprecher des VBRG.

In Sachsen-Anhalt hat es in 2017 nach Einschätzung der Mobilen Opferberatung weniger rechte Gewalttaten gegeben.
In Sachsen-Anhalt hat es in 2017 nach Einschätzung der Mobilen Opferberatung weniger rechte Gewalttaten gegeben.  © DPA

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