Preisabsprachen bei Feuerwehrautos: Stadt verlangt Schadensersatz

Oschatz - Das ist alles andere als fairer Wettbewerb! Beim Fahrzeughersteller Iveco Magirus AG sind illegale Preisabsprachen aufgeflogen.

Wegen illegaler Preisabsprachen hat die Stadt Oschatz deutlich zu viel Geld für Feuerwehrautos investiert.
Wegen illegaler Preisabsprachen hat die Stadt Oschatz deutlich zu viel Geld für Feuerwehrautos investiert.  © Imago

Den Verstoß gegen die Kartellvorschriften hatte die Europäische Kommission 2016 festgestellt. Auch die Stadt Oschatz wurde über den Tisch gezogen. Die verklagt den Fahrzeughersteller nun auf Schadensersatz.

"Die Kommune kaufte zwischen 1999 und 2011 drei Feuerwehrfahrzeuge für 630.000 Euro", sagt Kämmerer Jörg Bringewald.

Und das war deutlich zu viel. "Insgesamt hat die Kommune rund 11.000 Euro verloren", so der Finanzbeigeordnete.

Gegen Iveco wurden bereits Bußgelder verhängt, nun möchte die die Stadt Schadensersatz geltend machen.

Übrigens: Kartellsünder sollten zittern. Erst vor wenigen Wochen hatte der Bundesgerichtshof die Verjährungsfrist für für einen finanziellen Ausgleich aufgehoben.

Geschädigte können auch nach vielen Jahren noch mit Schadensersatz rechnen.


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