Schwerer Durchfall, tödliches Ende! Mysteriöse Hundekrankheit ausgebrochen

Oslo - In Norwegen ist eine schwere Hundekrankheit ausgebrochen. Darüber informiert die norwegische Behörde für Lebensmittelsicherheit. Hundeveranstaltungen, für die möglicherweise auch deutsche Teilnehmer angemeldet waren, wurden bereits abgesagt.

Etwa 40 Krankheitsfälle seien bislang bekannt. (Symbolbild)
Etwa 40 Krankheitsfälle seien bislang bekannt. (Symbolbild)  © 123rf.com/damedeeso

In den vergangenen Wochen hätten sich bei Tierärzten die Besuche mit Hunden gehäuft, die an schwerem Durchfall litten und erbrachen. Die Ursache sei noch nicht bekannt, informierte die Behörde auf ihrer Internetseite, und empfahl Hundebesitzern, den engen Kontakt zwischen den Tieren, etwa beim Gassigehen, einzuschränken, und sie draußen unbedingt an der Leine zu führen.

Nach einer aktuellen Mitteilung der Behörde am Freitag habe auch die Autopsie von drei Hunden bisher keine Antwort auf die Todesursache gebracht. Das Veterinärinstitut teilte derweil mit, dass es Anzeichen für eine schwere Darmerkrankung gebe, vergiftet wurden die Vierbeiner aber nicht.

Es werde nun weiter nach möglichen Ursachen wie Viren, Bakterien, Pilzen und Parasiten geforscht.

Der Allgemeinzustand einiger betroffener Hunde habe sich innerhalb kurzer Zeit rapide verschlechtert, etwa 20 seien bereits gestorben.

Ähnliche Fälle in anderen Ländern

Hundebesitzer, die Ungewöhnliches an ihrem Vierbeiner feststellen, sollten möglichst bald zum Tierarzt gehen. (Symbolbild)
Hundebesitzer, die Ungewöhnliches an ihrem Vierbeiner feststellen, sollten möglichst bald zum Tierarzt gehen. (Symbolbild)  © 123rf.com/luckybusiness

Die Behörde bekam die ersten Informationen zu den mysteriösen Krankheitsfällen von Tierärzten in der Region Oslo. Seitdem haben sich die Symptome auch auf andere Teile des Landes ausgebreitet.

Hunde mit ungewöhnlichen Anzeichen einer Krankheit sollten sobald wie möglich zum Tierarzt gebracht werden. Auch die Einhaltung von Impfungen wird empfohlen.

Hinweise auf eine Ansteckungsgefahr für andere Tierarten oder Menschen liegen derzeit nicht vor.

Auch der Verband Deutscher Schlittenhundesport Vereine (VDSV) informiert inzwischen auf seiner Homepage, dass alle Hundeveranstaltungen abgesagt wurden.

Rund 40 Fälle seien derzeit registriert, die meisten in Oslo, außerdem Tynset, Tønsberg, Hamar, Moss, Hønefoss, Lørenskog, Enebakk und Trøgstad. Die neuesten Meldungen dazu kamen aus Tröndelag, Rogaland und Auland i Sogn und Fjordane.

Alarmierend: Ähnliche Fälle habe es bereits in Dänemark, USA und möglicherweise England gegeben. Ob es einen Zusammenhang zu denen in Norwegen gibt, steht noch nicht fest.

Titelfoto: 123rf.com/damedeeso

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