Osmanen-Anführer soll in die Türkei abgeschoben werden

Stuttgart - Verurteilte Anführer der verbotenen Gruppe "Osmanen Germania Boxclub" sollten laut dem Präsidenten des Landeskriminalamts Baden-Württemberg nach der Haft (TAG24 berichtete) in die Türkei abgeschoben werden.

In Stuttgart fand der Prozess unter anderem gegen die Anführer der Osmanen statt.
In Stuttgart fand der Prozess unter anderem gegen die Anführer der Osmanen statt.  © DPA

Das sagte Ralf Michelfelder den "Stuttgarter Nachrichten" (Mittwoch) sowie dem ZDF-Magazin "Frontal 21" und der "Neuen Zürcher Zeitung am Sonntag": "Natürlich sind wir daran interessiert, Straftäter und insbesondere solche erheblichen Straftäter nicht mehr länger in Deutschland zu haben."

Von dieser Regelung wären der selbst ernannte "Welt-Vizepräsident" sowie der frühere Stuttgarter Anführer betroffen.

Michelfelder betonte, bei Durchsuchungen im Zuge des Vereinsverbots sei nur ein geringer Teil des gehorteten Arsenals an Waffen gefunden worden.

"Wir haben aber Projektile und Hülsen gefunden. Wir wissen so, dass sie über Waffen verfügten und damit schossen. Irgendwo müssen die also sein."

Im Juli wurden die Osmanen durch Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) verboten.

Nach gemeinsamen Recherchen der "Stuttgarter Nachrichten", des ZDF und der "NZZ am Sonntag" sind führende Osmanen-Anführer in Nachbarländer umgezogen und halten im Grenzgebiet zur Schweiz, zu Österreich, den Niederlanden und Dänemark intensiven Kontakt zu ihren alten Kumpanen.

Nach Haft: Osmanen-Anführer soll in die Türkei abgeschoben werden. (Symbolbild)
Nach Haft: Osmanen-Anführer soll in die Türkei abgeschoben werden. (Symbolbild)  © DPA

Titelfoto: DPA

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