Städte- und Gemeindebund sagt "Nein" zum Böllerverbot

Osnabrück - Der Deutsche Städte- und Gemeindebund spricht sich gegen ein Pauschalverbot privaten Silvesterfeuerwerks aus.

Private Feuerwerke in der Silvesternacht sollen in einigen Städten in Deutschland verboten werden. (Symbolbild)
Private Feuerwerke in der Silvesternacht sollen in einigen Städten in Deutschland verboten werden. (Symbolbild)  © dpa/Patrick Pleul

"Neujahrs-Böller sind ein Ausdruck von Lebensfreude und sollten daher nicht generell untersagt werden", sagte Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Donnerstag) vier Monate vor Silvester mit Blick auf Vorstöße der Deutschen Umwelthilfe.

"Allein durch Verbote und gesetzliche Einschränkungen wird man nicht weiterkommen." Es gehe darum, für einen verantwortungsvollen Umgang mit Böllern und Feuerwerkskörpern bei der Bevölkerung zu werben.

Mit Blick auf die Luftverschmutzung sagte Landsberg, dass der Verkehr einer der Hauptverursacher von Emissionen sei und nicht Böller und Feuerwerk. "Im Jahr 2018 verursachte der Verkehr annähernd 40 Prozent der Emissionen von Stickstoffoxiden in der Luft."

Gehören solche Bilder bald der Vergangenheit an?
Gehören solche Bilder bald der Vergangenheit an?  © DPA/Christoph Schmidt

Nicht pauschale Böllerverbote seien deshalb hilfreich bei der Verbesserung der Luftqualität, sondern rasche Investitionen in den öffentlichen Nahverkehr, in den Bau von Radwegen und in die Digitalisierung der Verkehrssysteme. Bund und Länder seien hier gefordert.

Die Umwelthilfe hat in mehr als 30 Städten ein Verbot privater Silvesterfeuerwerke beantragt, was der Luftreinhaltung dienen soll.

Der Organisation geht es vor allem um besonders mit Feinstaub belastete Bereiche in den Innenstädten. Raketen und Knaller, so warnen Umweltschützer, erzeugen eine hohe Feinstaubbelastung.

Mehr zum Thema OWL Lokal:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0