Angriff auf Säugling: Jugendamt erhielt im Vorfeld Hinweise aus der Familie

Osnabrück - Im Fall des lebensgefährlich verletzten Säuglings aus Osnabrück (TAG24 berichtete) hat das Jugendamt schon während der Schwangerschaft einen Hinweis aus der Familie erhalten.

In diesem Park soll der Hund angeblich den Säugling attackiert haben.
In diesem Park soll der Hund angeblich den Säugling attackiert haben.  © DPA

Man habe den Kontakt gesucht, dabei sei klar geworden, dass die Familie Hilfe brauche, sagte ein Sprecher der Stadt Osnabrück.

Das Jugendamt habe Angebote gemacht, die Eltern seien "sehr kooperativ" gewesen - Hinweise auf eine Gefährdung des Kindeswohls habe es nicht gegeben. Nach Angaben des Sprechers wurde vereinbart, dass die Eltern sich nach der Geburt melden.

Gegen den Vater des wenige Tage alten Kindes wurde Haftbefehl wegen versuchten Totschlags erlassen. Nach der ursprünglichen Darstellung der Eltern soll angeblich ein Hund das Kind angegriffen haben.

"Die ganze Hundegeschichte ist erlogen", sagte Oberstaatsanwalt Alexander Retemeyer. "Wir können ausschließen, dass das Kind durch Hundebisse verletzt wurde." Der Säugling sei geschlagen worden, offene Wunden gab es nicht.

Der Vater gab an, dass ein Hund sein Baby lebensgefährlich verletzt habe. (Symbolbild)
Der Vater gab an, dass ein Hund sein Baby lebensgefährlich verletzt habe. (Symbolbild)  © 123RF

Titelfoto: dpa/123RF


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