Millionen-Bestechung: Ex-Manager vor Gericht

Osnabrück - Die Verteidiger zweier wegen Millionenbestechung angeklagter Ex-Manager haben zum Prozessauftakt vor dem Landgericht Osnabrück die Vorwürfe zurückgewiesen.

Die ehemaligen Manager sollen einen exklusiven Logistikvertrag abgeschlossen haben. (Symbolbild)
Die ehemaligen Manager sollen einen exklusiven Logistikvertrag abgeschlossen haben. (Symbolbild)  © 123RF/thodonal

Die früheren Chefs des Kartoffelverarbeiters Emsland Group müssen sich seit Dienstag zusammen mit zwei ehemaligen Managern eines Logistikdienstleisters wegen Bestechung und Bestechlichkeit verantworten.

Die Staatsanwaltschaft wirft den Ex-Managern der Emsland Group vor, im Jahr 2007 mit einem Logistikdienstleister mit Sitz in Bremen einen exklusiven Logistikvertrag geschlossen zu haben.

Dafür sollen sie von den beiden damaligen geschäftsführenden Gesellschaftern Anteile an dem Unternehmen bekommen haben. Den beiden Ex-Managern der Emsland Group aus der Grafschaft Bentheim sollen dabei mehr als sechs Millionen Euro zugeflossen sein.

Die Verteidiger der beiden bestätigten zwar, dass es entsprechende Verträge gegeben habe, bestritten aber, dass diese Exklusivverträge Nachteile für die Wettbewerber ergeben hätten. Es habe kein anderes Unternehmen am Markt gegeben, welches ein vergleichbares Dienstleistungsspektrum geboten habe, das von der Organisation bis zur Lagerung von Rohstoffen und Waren reichte.

Anders als von der Staatsanwaltschaft dargestellt, hätten die beiden Angeklagten zudem die mehr als sechs Millionen Euro nicht bekommen. Geld sei allenfalls an zwischengeschaltete Treuhandgesellschaften geflossen.

Vor dem Osnabrücker Landgericht findet der Prozess gegen die Manager statt.
Vor dem Osnabrücker Landgericht findet der Prozess gegen die Manager statt.  © dpa/Friso Gentsch

Titelfoto: 123RF/thodonal

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