Zentralrat der Muslime: AfD-Wähler unterstützen Rechtsextremisten

Osnabrück - Der Zentralrat der Muslime in Deutschland warnt davor, die AfD-Wähler in Ostdeutschland als besorgte Bürger zu bezeichnen.

Eine Anhängerin der AfD schwingt eine Fahne ihrer Partei.
Eine Anhängerin der AfD schwingt eine Fahne ihrer Partei.  © dpa/Hannibal Hanschke

"Wir müssen uns nicht weiter etwas vormachen, dass diese Wähler Protestwähler oder einfach nur naiv sind", sagte der Zentralratsvorsitzende Aiman Mazyek der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Dienstag). "Ich glaube, sie wissen, dass sie mit ihrer Stimme Rechtsextremisten zu Sitzen in den Parlamenten verhelfen."

Positionen der AfD wie etwa die der Landespartei in Sachsen bezeichnete Mazyek als grundgesetzfeindlich: "Nicht die Muslime in Deutschland, sondern die AfD muss sich zur Demokratie bekennen."

Wenn die Partei Hassfantasien habe und behaupte, der Islam sei eine Ideologie und keine Religion, widerspreche das dem Grundgesetz.

"Das ist nicht nur eine religionsfeindliche, sondern eine grundgesetzfeindliche Position", kritisierte Mazyek. Er empfinde das als Aberkennung seiner Selbstbestimmung.

Aiman Mazyek, der Vorsitzende vom Zentralrat der Muslime, ist der Meinung, dass viele AfD-Wähler keine Protestwähler sind.
Aiman Mazyek, der Vorsitzende vom Zentralrat der Muslime, ist der Meinung, dass viele AfD-Wähler keine Protestwähler sind.  © dpa/Wolfgang Kumm

Titelfoto: dpa/Wolfgang Kumm

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