Ost-Derbys sind Dynamos Schlüssel zum Aufstieg

Bei Derbys, wie hier im Hinspiel gegen Halle, kochen die Emotionen hoch.
Bei Derbys, wie hier im Hinspiel gegen Halle, kochen die Emotionen hoch.

Von Dirk Löpelt

Dresden - Am Sonntag muss Dynamo in Halle antreten - ein Ostduell. Mal wieder. Ausgerechnet die Derbys gegen die Kontrahenten aus der ehemaligen DDR-Oberliga könnten für den Tabellenführer der Schlüssel zum Aufstieg sein.

56 Spiele zwischen Ost-Teams gibt es in dieser Saison - so viele wie nie zuvor in der 3. Liga. Für die Schwarz-Gelben sind diese Partien das Zünglein an der Waage.

Denn in den restlichen 15 Meisterschaftsspielen gibt es allein sechs harte Ost-Brocken: Dynamo muss nach Halle, Chemnitz, Cottbus und Magdeburg, empfängt zu Hause noch Rostock und Aue.

„Wir sind die Gejagten, jeder will den Spitzenreiter schlagen“, stellte Dynamo-Trainer Uwe Neuhaus schon mehrfach fest. Gelungen ist das ausgerechnet Cottbus (0:1) und zuletzt Erfurt (3:2).

Die einzigen Niederlagen der Saison kassierte Dynamo in Ostderbys. Hier jubelt Erfurt.
Die einzigen Niederlagen der Saison kassierte Dynamo in Ostderbys. Hier jubelt Erfurt.

Kein Wunder: Gerade die Duelle zwischen den alten Rivalen versprühen ihren besonderen Reiz, was sich schnell von den Rängen auf den Rasen überträgt.

Und dort wächst ein fast schon geschlagener Kontrahent dann auch mal über sich hinaus, wie die Dresdner in Erfurt schmerzhaft erfahren mussten.

Interessant: In der Tabelle der „Ostliga“ steht Dynamo - in der 3. Liga souverän vorn - nur auf Platz zwei. Führender ist dort der 1. FC Magdeburg, der mit 18 Punkten zwei mehr als die Neuhaus-Truppe gesammelt hat und neben Aue weiter als einer der ärgsten Verfolger im realen Aufstiegskampf gilt.

Viele Emotionen sind auch am Sonntag in Halle zu erwarten. HFC-Coach Stefan Böger hat mit der SGD bekanntlich noch eine Rechnung offen, braucht nach zwei Niederlagen 2016 zudem dringend ein Erfolgserlebnis.

Seine Profis schickte er in dieser Woche gar zum Box-Training. Dynamo muss also aufpassen, nicht zum dritten Mal in einem Ostderby ausgeknockt zu werden!

Michael Hefele jubelt über seinen Treffer zum 2:2 im Hinspiel gegen den HFC.
Michael Hefele jubelt über seinen Treffer zum 2:2 im Hinspiel gegen den HFC.

Fotos: Lutz Hentschel


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