Experten warnen: Deshalb solltet Ihr dieses Jahr auf private Osterfeuer verzichten!

Hamburg/Flintbek - In den kommenden Tagen locken Osterfeuer wieder viele Menschen zu einem stimmungsvollen Beisammensein. Doch der Holzstoß könnte bei zu wenig Vorsicht auch zum Scheiterhaufen für wilde Tiere werden.

Ein Osterfeuer brennt am Elbstrand in Blankenese. (Archivbild)
Ein Osterfeuer brennt am Elbstrand in Blankenese. (Archivbild)  © DPA

Feuer zu Ostern werden auch in zahlreichen Gemeinden in Schleswig-Holstein und Hamburg entzündet.

Für viele Tiere können die Flammen jedoch schnell zur großen Gefahr werden, warnen Naturschützer. Igel, Mäuse, Kröten, Vögel, Insekten und Spinnen nutzen Holzstöße als Unterschlupf, sagte Martin Schmidt vom Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume.

Einige Tiere halten noch Winterschlaf, andere wie Zaunkönig und Rotkehlchen bereiten sich auf das Brutgeschäft vor. "Viele Vogelarten bauen ihre Nester nicht nur in Hecken und Bäumen, sondern auch in angelegten Reisighaufen."

Ältere Holzhaufen aus dem Vorjahr sollten daher möglichst gar nicht erst angerührt werden. Neu aufgeschichtete Stapel sollten am Tag des Anzündens vorsichtig umgeschichtet werden, mahnen die Tierschützer: Wichtig ist dabei, den Haufen komplett umzuschichten.

"Damit die Tiere auch wirklich flüchten und nicht als 'lebende Fackeln' enden", sagte Schmidt. Am besten sei, den Stapel erst kurz vorher aufzuschichten.

Auf private Osterfeuer im heimischen Garten sollte man wegen des späten Ostertermins in diesem Jahr jedoch verzichten, ergänzte die Tierschutzbeauftragte des Kieler Umweltministeriums, Katharina Erdmann. "Viele Vogelarten bauen ihre Nester nicht nur in Hecken und Bäumen, sondern auch in angelegten Reisighaufen." Oft seien sie bereits mitten im Brutgeschäft. "Dann kann auch das Umschichten zum Schaden führen."

Nach Angaben des Deutschen Wetterdiensts (DWD) wird Ostern im Norden warm. Bereits am Freitag kann das Thermometer die 20-Grad-Marke erreichen.

Die anhaltende Trockenheit der vergangenen Tage schürt außerdem die Gefahr von Bränden in Hamburg und Schleswig-Holstein.

Titelfoto: DPA

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