Stromschlag! Junge stirbt bei Feier an Bahnhof, Freund kämpft um sein Leben

Osterhofen - Es ist ein schreckliches Unglück: In Osterhofen-Altenmarkt im bayerischen Landkreis Deggendorf ist ein Teenager getötet worden, ein zweiter erlitt schwere Verletzungen. Beide waren zuvor auf einen Güterzug geklettert.

Die zwei Jugendlichen waren am Abend auf einen Waggon geklettert. (Symbolbild)
Die zwei Jugendlichen waren am Abend auf einen Waggon geklettert. (Symbolbild)  © DPA

Wie die Polizei mitteilte, feierten vier Jugendliche am Dienstag auf dem Gelände des Bahnhofs in Osterhofen-Altenmarkt einen Geburtstag. Gegen 21.50 Uhr kamen zwei der Schüler laut den Beamten schließlich auf eine verhängnisvolle Idee.

Die Jungen kletterten auf einen abgestellten Waggon eines Güterzuges der Deutschen Bahn. Als beide auf dem Dach des mit Heizöl beladenen Kesselwagens angekommen waren, nahm die Tragödie ihren Lauf.

Sie kamen der Oberleitung zu nahe, es bildete sich ein Lichtbogen. Die Teenager wurden von einem Stromschlag getroffen. Der 16-Jährige verbrannte, war sofort tot.

Sein Freund wurde durch die enorme Energie vom Dach des Waggons geschleudert. Auch er erlitt bei dem Zwischenfall schwerste Verbrennungen. Der 15-Jährige konnte vor Ort reanimiert und mit einem Hubschrauber in eine Spezialklinik geflogen werden. Dort kämpft er noch immer um sein Leben.

Die Fahrgäste eines am Bahnhof haltenden Zuges hatten die schreckliche Tragödie beobachtet und umgehend die Rettungskräfte alarmiert. Durch das Unglück kam es zu erheblichen Beeinträchtigungen des Zugverkehrs, da die Gleise bis in die Nacht gesperrt werden mussten.

Die weiteren Jugendlichen sowie auch die Angehörigen wurden nach dem Unglück von einem Kriseninterventionsteam der freiwilligen Feuerwehr und zudem durch einen Notfallseelsorger betreut.

An einem Bahnhof in Osterhofen-Altenmarkt in Bayern ist es zu einem schrecklichen Unglück gekommen.
An einem Bahnhof in Osterhofen-Altenmarkt in Bayern ist es zu einem schrecklichen Unglück gekommen.  © Screenshot/Google Maps

Titelfoto: DPA

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