Nur das härteste Ei triumphiert: Verrückter Wettkampf am Ostermontag

Leutkirch - Spitz auf Spitz und Kopf auf Kopf: In Leutkirch (bei Ravensburg) wird am Ostermontag beim "Klöcklmarkt" um das härteste Osterei gekämpft.

Mehrere Leutkircher Bürger treffen sich nach dem Gottesdienst vor der Dreifaltigkeitskirche zum traditionellen "Ostereierklöckeln".
Mehrere Leutkircher Bürger treffen sich nach dem Gottesdienst vor der Dreifaltigkeitskirche zum traditionellen "Ostereierklöckeln".  © DPA

Dabei schlagen je zwei Teilnehmer ihre hartgekochten Eier aneinander - wer danach ein unbeschädigtes Ei in der Hand hält, hat gewonnen und bekommt zudem das Ei des Verlierers.

"Manche gewinnen zehn, andere gehen ohne heim", sagte Organisator Gerhard Stör. Und was macht man als Sieger mit so viel Beute? "Eiersalat."

Der Wettkampf am Ostermontag hat laut Stör eine sehr lange Tradition. Er habe erst kürzlich Belege dafür gefunden, dass es bereits 1824 eine solche Veranstaltung gegeben habe.

"Der Pfarrer hat damals über das ungebührliche Verhalten am Ostersonntag geschimpft - seitdem wird am Ostermontag geklöcklt."

Das Geheimnis der harten Eier sei zum einen, dass man sie im Liegen koche. Dadurch bildeten sich die Luftblasen an der Seite und nicht an der Ober- oder Unterseite, an der man das Ei später aneinander schlägt, wie Stör sagt.

Außerdem sei es wichtig, die Eier richtig zu halten und mit den Fingern möglichst viel davon zu bedecken, damit es stabil in der Hand liege.

Wessen Ei den "Kampf" unbeschadet übersteht, bekommt das zerbrochene Ei des Gegners.
Wessen Ei den "Kampf" unbeschadet übersteht, bekommt das zerbrochene Ei des Gegners.  © DPA

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