Alkoholverbot! Richter legen Nazi-Festival in Ostritz trocken

Ostritz - Können Neonazis auch ohne Alkohol Spaß haben? Einen unfreiwilligen Selbsttest in dieser Frage dürfen sich die Teilnehmer des "Schild & Schwert"-Festivals in Ostritz unterziehen. Der Landkreis Görlitz hatte das Alkoholverbot verhängt, das Dresdner Verwaltungsgericht die Auflage bestätigt.

Das THW musste mitanpacken, um den Neonazis ihre 4 200 Liter Bier wegzunehmen.
Das THW musste mitanpacken, um den Neonazis ihre 4 200 Liter Bier wegzunehmen.  © Polizei

"Vor dem Hintergrund der weiteren Veranstaltungen und der damit einhergehenden Begegnung der verschiedenen politischen Lager sowie des offensichtlich kämpferisch-aggressiven Charakters der Veranstaltung würde ein Alkoholkonsum unzweifelhaft die Gefahr von gewaltsamen Auseinandersetzungen weiter erhöhen", heißt es in dem Gerichtsbeschluss.

Das ließ sich die Stadt nicht zweimal sagen. Sie rückte mit Polizei und Technischem Hilfswerk (THW) im Hotel "Neißeblick" an:

Dort waren bereits 4 200 Liter Bier angekarrt worden, die die Stadt sofort beschlagnahmen ließ.

Doch auch die Gegendemonstranten bekamen schlechte Nachrichten vom Gericht: Das Oberverwaltungsgericht in Bautzen ließ eine Kundgebung der Initiative "Rechts rockt nicht!" direkt vor dem Veranstaltungsgelände nicht zu.

 Die Teil­neh­mer des "Schild und Schwert"-Fes­ti­vals dürf­ten auf dem Ge­län­de kei­nen Al­ko­hol trin­ken
Die Teil­neh­mer des "Schild und Schwert"-Fes­ti­vals dürf­ten auf dem Ge­län­de kei­nen Al­ko­hol trin­ken

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