Traurig: Zahl tödlicher Badeunfälle auf Rekordstand

Hamburg/Lübeck - Die Zahl der Badetoten hat sich in den ersten acht Monaten dieses Jahres in Hamburg mehr als verdreifacht.

Rettungskräfte bei der Suche nach einem Vermissten. (Symbolbild).
Rettungskräfte bei der Suche nach einem Vermissten. (Symbolbild).  © DPA

Das geht aus der vorläufigen Bilanz hervor, die die DLRG am Donnerstag vorgelegt hat. Zwischen Januar und August 2018 ertranken danach in Hamburg 14 Menschen, zehn mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

In Schleswig-Holstein ertranken in den ersten acht Monaten des Jahres 13 Menschen, 2 mehr als im Vorjahreszeitraum.

Von den 14 Ertrunkenen in Hamburg waren 13 Männer. Zehn von ihnen ertranken beim Baden im Fluss, zwei in einem See oder Teich und zwei in einem Bach oder Graben. Dabei beschränkten sich die Unglücksfälle mit tödlichem Ausgang nicht auf die Sommermonate. In Januar ertranken nach Angaben der DLRG zwei, im Februar sogar drei Menschen.

In Schleswig-Holstein gab es dagegen im August die meisten Badetoten (sieben). Insgesamt ertranken laut DLRG 13 Menschen, davon sieben in der Ostsee und einer in der Nordsee. Vier Todesfälle gab es in Seen und Teichen, ein weiterer Mensch ertrank in einem Graben.

Bundesweit gab es in den ersten acht Monaten des Jahres 445 Badetote, das waren 148 mehr als im Vorjahreszeitraum. Da sei der höchste Stand seit zehn Jahren, sagte DLRG-Präsident Achim Haag.

Als besorgniserregend bezeichnete Haag die steigenden Opferzahlen bei den Vor- und Grundschulkindern. Bundesweit ertranken in der Altersklasse 0 bis 10 Jahre im Berichtszeitraum 26 Kinder, im Vergleichszeitraum waren es 13. Bei den 11- bis 15-Jährigen gab es 13 Todesfälle, das waren neun mehr als im Vergleichszeitraum.

In Schleswig-Holstein ertranken in den ersten acht Monaten 2018 zwei Kinder unter zehn Jahren. In Hamburg gab es in dieser Altersgruppe keine Opfer.


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