Großer Jahresrückblick: Das waren die kuriosesten Fälle der Polizei

OWL – Die Polizei hat schon viel gesehen, doch manchmal können selbst die Beamten ihren Augen nicht trauen - wie bei den kuriosesten Einsätzen des vergangenen Jahres.

Cannabis-Züchter gräbt sich im Sand ein

Wesel – Ende August stießen Zollfahnder auf eine fette Cannabis-Plantage auf einem Hof in Wesel (TAG24 berichtete). Auf rund 170 Quadratmetern züchtete das dort lebende Paar die illegalen Pflanzen. Als die Beamten jedoch die 32-jährige Frau festnahmen, ergriff ihr Mann die Flucht. Was dann folgte, war äußerst kurios: In dem Glauben, das perfekte Versteck vor der Polizei gefunden zu haben, verbuddelte sich der 35-Jährige auf einem nahe gelegenen Firmengelände im Sand. Doch die Polizisten fanden ihn und nahmen ihn fest.

Auf einem Firmengelände verbuddelte sich der 35-jährige Verdächtige im Sand.
Auf einem Firmengelände verbuddelte sich der 35-jährige Verdächtige im Sand.  © 123RF

Kurioser Möbeltransport

Bielefeld – Eine kuriose Entdeckung an einem Fahrzeug, verwunderte bei einer Verkehrskontrolle am 27. August selbst die Polizei (TAG24 berichtete). Zwei Männer hatten eine komplette Küche auf ihren Kombi geladen und bretterten über die Autobahn. Als die Beamten das voll bepackte Auto auf der A 33 aus dem Verkehr winkten, entdeckten sie zu allem Überfluss, dass die Männer ihre Ladung nur mit ein paar dünnen Bindfäden befestigt hatten.

Als die Beamten die beiden Verkehrssünder aufgrund ihrer gefährlichen Last zur Rede stellten, waren die sich keiner Schuld bewusst. Daraufhin mussten sie ihr Auto komplett entladen und ohne Möbel weiterfahren.

Die Polizisten trauten ihren Augen nicht, als sie die beiden Männer auf der Autobahn mit einer Küche auf dem Dach sahen.
Die Polizisten trauten ihren Augen nicht, als sie die beiden Männer auf der Autobahn mit einer Küche auf dem Dach sahen.

Ungewöhnlicher Diebstahl

Bielefeld – Anfang August ermittelte die Polizei, nachdem Unbekannte auf der A33 im großen Stil Warnbaken der Anschlussstellen Bielefeld Zentrum und Künsebeck entwendet hatten (TAG24 berichtete). Ganze 76 Baken hatten diese unerkannt stehlen können. Weil für die Autofahrer die Verkehrsführung nicht mehr eindeutig erkennbar war, stifte die Polizei die Straftat nicht nur als Diebstahl, sondern auch als gefährlichen Eingriff in den Straßenverkehr ein. Die Diebe konnten nicht ermittelt werden.

Ganze 76 Warnbaken konnten die Diebe unbemerkt entwenden. (Symbolbild)
Ganze 76 Warnbaken konnten die Diebe unbemerkt entwenden. (Symbolbild)  © 123RF

Pferd fliegt durch Windschutzscheibe

Harsewinkel/Versmold – Am Abend des 18. Oktober ereignete sich ein schwerer Unfall in Harsewinkel (TAG24 berichtete). Gegen 19.30 Uhr bemerkte eine 57-jährige Golffahrerin aufgrund der Dunkelheit die ihr entgegen laufenden Tiere, ein Pferd und ein Pony nicht und raste in die Tiere. Während das Pony leicht verletzt wurde und weglief, landete die Stute auf der Motorhaube des Golfs, durchschlug die Windschutzscheibe und verendete schließlich. Die 57-jährige Fahrerin wurde bei dem Unfall leicht verletzt. Es entstand ein Sachschaden von rund 10.000 Euro.

Das Pferd blieb tot im Auto liegen.
Das Pferd blieb tot im Auto liegen.

Fahrer pennt nach Crash hinterm Steuer ein

Bielefeld – Ein bizarres Bild ergab sich den Polizisten am 25. Oktober auf der Wilhelm-Raabe-Straße in Bielefeld. Nach einem Unfall fanden die Beamten den Fahrer schlafend in seinem Wagen (TAG24 berichtete). Der 29-jährige Fahrer lag alleine in seinem Unfallwrack und schlief seelenruhig vor sich hin.

Der Wagen selbst war vorne rechts stark beschädigt, das Vorderrad war komplett abgerissen. Als die Polizisten den stark alkoholisierten Mann weckten, wurde er aggressiv und beleidigte die Beamten. Er musste mit auf die Wache, wo ihm eine Blutprobe entnommen wurde.

Selbst das rechte Vorderrad war nach einem Crash aus der Verankerung gerissen worden.
Selbst das rechte Vorderrad war nach einem Crash aus der Verankerung gerissen worden.  © Polizei Bielefeld

Dieb bleibt in Altkleider-Container stecken

Bielefeld – Ein Altkleider-Container in Brackwede wurde am 26. März einem Mann zum Verhängnis, als er hineinkletterte, um Kleidungsstücke zu stehlen (TAG24 berichtete). Kurz vor Mitternacht erhielt die Polizei die Information über ungewöhnliche Aktivitäten an einem Altkleider-Container am Brackweder Gymnasium. Ein Mann nahm Kleidungsstücke entgegen, die ihm ein Komplize aus dem Inneren anreichte.

Die Polizei traf an dem Container niemanden mehr an, dafür bemerkten die Polizisten einen Mann im Inneren des Behälters. Der Dieb war nicht in der Lage, sich selbst aus dem Inneren zu befreien. Die Streifenbeamten mussten ihm heraushelfen. Gegen ihn wurde Strafanzeige erstattet.

Aus einem Altkleider-Container holten zwei Männer die Klamotten. Während einer abhaute, blieb der andere im Inneren des Behälters stecken. (Symbolbild)
Aus einem Altkleider-Container holten zwei Männer die Klamotten. Während einer abhaute, blieb der andere im Inneren des Behälters stecken. (Symbolbild)  © DPA

Gefährliches Picknick auf der Autobahn

Bielefeld – Pausen für Berufskraftfahrer sind wichtig - aber nicht, wie es ein ungarischer LKW-Fahrer am 25. Juli auf der A 2 machte. Die Autobahnpolizei war äußerst erstaunt über den Anblick eines Truckers, der zu einer Mittagspause an der Autobahn angehalten hatte und auf dem Standstreifen parkte. Direkt vor seinem Sattelzug hatte der LKW-Fahrer auf einem Klapphocker Platz genommen, einen Klapptisch aufgestellt und darauf seine Lebensmittel ausgebreitet.

Die Beamten sicherten die Gefahrenstelle ab und beendeten die gefährliche Pause des Kraftfahrers. Gegen ihn wurde ein Bußgeld in Form einer Sicherheitsleistung erhoben.

Seelenruhig machte der Trucker ein Picknick mitten auf der Autobahn.
Seelenruhig machte der Trucker ein Picknick mitten auf der Autobahn.  © Polizei Bielefeld

Tödliche Gefahr: Polizei stoppt Sattelzug

Bielefeld – Die Autobahnpolizei musste am 24. Oktober einem LKW-Fahrer die Weiterfahrt verbieten, weil seine Ladung nicht richtig gesichert war und sich Stahlträger bereits selbständig gemacht hatten (TAG24 berichtete). Der 47-jährige Berufskraftfahrer transportierte 25 Tonnen alte Eisenbahnschienen auf seinem Scania Sattelzug und war aus Polen unterwegs ins Ruhrgebiet. Bei einer Vollbremsung hätten die Metallteile die Wand des Aufliegers oder die Fahrerkabine durchschlagen können.

Der Weitertransport konnte erst erfolgen, nachdem ein geeignetes Ersatzfahrzeug eintraf, das die Ladung übernahm und komplett neu sicherte. Gegen den Fahrer und den verantwortlichen Unternehmer wurden Anzeigen erstattet.

Die Stahlrohre auf dem Laster waren bereits verrutscht.
Die Stahlrohre auf dem Laster waren bereits verrutscht.  © Polizei Bielefeld

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