Warnstufe Rot! Sturmtief "Eberhard" sorgt für Verwüstung in OWL

OWL – Sturmtief "Eberhard" hat in weiten Teilen NRW´s für Verwüstung gesorgt - auch in Ostwestfalen-Lippe hat der Sturm bereits einige Schäden hinterlassen.

Die Einsatzkräfte hatten alle Hände voll zutun. (Symbolbild)
Die Einsatzkräfte hatten alle Hände voll zutun. (Symbolbild)  © DPA

Wie die Polizei des Kreises Gütersloh mitteilte, mussten die Beamten von Sonntagnachmittag bis zum frühen Montagmorgen insgesamt 35 Mal zu sturmbedingten Einsätze ausrücken.

Vor allem handelte es sich dabei um umgestürzte Bäume, Zäune, Verkehrszeichen oder umherfliegende Dachpfannen.

Um 16.05 Uhr kam es in Nordrheda auf der Umgehungsstraße zu einem Verkehrsunfall, bei dem ein Baum auf ein fahrendes Auto stürzte. Der Fahrer des Wagens wurde bei dem Unfall nicht verletzt. Der Sachschaden belief sich auf 4000 Euro.

Nur wenig später, gegen 16.45 Uhr, stürzte auf der Verler Straße in Höhe der BAB ein Baum auf eine Ampel. Der Mast musste umgelegt werden.

Mit 75 Sturm-Einsätzen hatten die Kräfte in Höxter zu tun. Während die Feuerwehr sich um einen Großteil der Notrufe kümmerte, war in 21 Fällen auch die Polizei vor Ort.

Sturm fordert ein Todesopfer

Die Feuerwehr musste die Straßen von zahlreichen umgestürzten Bäumen befreien. (Symbolbild)
Die Feuerwehr musste die Straßen von zahlreichen umgestürzten Bäumen befreien. (Symbolbild)

In Großeneder stürzte ein Baum auf ein abgestelltes Auto, Personen wurden dabei nicht verletzt. Am Montagmorgen waren wegen umgestürzter Bäume noch zahlreiche Kreisstraßen gesperrt.

Im Kreis Lippe musste die Polizei wegen umgekippter Bäume mehrere Straßen sperren, wie die Lippische Landes-Zeitung berichtete.

In Lippstadt auf der Ehringhauser Straße wurden am Sonntagabend eine Frau und ihre beiden Kinder bei einem Autounfall verletzt, als ihr Wagen mit auf die Straße gestürzten Bäumen kollidierte. Die 28-Jährige und die beiden Kleinkinder konnten sich selbstständig aus dem Auto befreien, kamen aber mit Verletzungen ins Krankenhaus.

In Bielefeld fiel die Sturmbilanz der Feuerwehr vergleichsweise glimpflich aus: Sie musste zu 14 Einsätzen zwischen 14 und 20 Uhr ausrücken. Laut Einsatzleiter Max Rempe waren die Gründe auch hier umgekippte Schilder, umgeknickte Bäume oder kurzzeitig unter Wasser stehende Unterführungen.

Andere Teile NRWs hatte es deutlich heftiger getroffen. Sturmtief Eberhard forderte sogar ein Todesopfer (TAG24 berichtete). Auch die Bahn stellte aufgrund des Wetters den kompletten Verkehr ein.

Bis Dienstagmorgen hat die Unwetterzentrale NRW die höchste Unwetter-Warnstufe Rot ausgerufen. Es wird vor schwerem Sturm mit orkanartige Böen mit bis 115 Kilometer pro Stunde gewarnt. Alle Bürger sind dazu aufgerufen, auf herabstürzende Äste, Bäume und Dachziegel zu achten.

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