Bau-Pfusch! A4 wird noch länger zur Dauer-Baustelle

Der A4-Abschnitt zwischen Ottendorf-Okrilla und Pulsnitz muss erneuert werden.
Der A4-Abschnitt zwischen Ottendorf-Okrilla und Pulsnitz muss erneuert werden.  © Ove Landgraf

Dresden - Dauerpatient Autobahnen. Jetzt wird die Baustelle auf der A4 zwischen Ottendorf-Okrilla und Pulsnitz bis Oktober verlängert.

Grund: doppelter Pfusch bei dem frisch fertiggestellten Abschnitt. Die 8,3 Kilometer waren eigentlich zwischen Juni und August saniert worden. „Dabei sind vermutlich Fehler beim Asphalteinbau aufgetreten“, erklärt Isabel Siebert (40), Sprecherin des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr.

In der Folge verweigerte ihre Behörde die Abnahme. Kaum aber sei die bemängelte Deckschicht auf besagten 8,3 Kilometern abgefräst worden, so Siebert, tauchten darunter weitere Fehler auf. „Im Ergebnis müssen stellenweise auch Teile der Binderschicht erneut ausgetauscht werden.“ Die Rede ist von 300 Metern.

Wer aber zahlt die Nacharbeit? Immerhin betragen die Kosten für den Abschnitt vier Millionen Euro. Frau Siebert verspricht: „Bei den Materialfehlern handelt es sich um einen Baumangel, deshalb entstehen für den Steuerzahler keine zusätzlichen Kosten.“ Die Baufirma müsse noch mal ran.

Doch intern im Amt heißt es schon vorsichtiger: „Wir gehen davon aus, dass dem Steuerzahler keine Kosten entstehen ...“ Bei der Baufirma selbst, einem Unternehmen aus Wilsdruff mit Sitz im rheinland-pfälzischen Alzey, war kein Verantwortlicher erreichbar.

So nicht!“ Die Straßenbaubehörde von
Sachsens Verkehrsminister Martin Dulig
(43, SPD) hat die zuständige Firma auf
der A4 zu Nacharbeiten verdonnert.
So nicht!“ Die Straßenbaubehörde von Sachsens Verkehrsminister Martin Dulig (43, SPD) hat die zuständige Firma auf der A4 zu Nacharbeiten verdonnert.  © Kristin Schmidt

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